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Dataforce Prognose: Flottenmarkt wird sich 2020 wegen Corona fast halbieren

| Autor: Christoph Seyerlein

Laut einer aktuellen Prognose des Marktforschungsunternehmens Dataforce wird sich der Flottenmarkt aufgrund der Corona-Krise 2020 im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbieren. Die Nachwirkungen der Pandemie werden wohl noch einige Zeit zu spüren sein.

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Dataforce rechnet wegen der Corona-Krise mit heftigen Einbrüchen im Flottengeschäft.
Dataforce rechnet wegen der Corona-Krise mit heftigen Einbrüchen im Flottengeschäft.
(Bild: Daimler)

Die Corona-Krise wird das Geschäft mit Fahrzeugflotten in Deutschland im laufenden Jahr schwer treffen. Wie das Marktforschungsunternehmen Dataforce am Mittwoch mitteilte, ist 2020 aufgrund der Pandemie nun mit 380.000 Flottenzulassungen weniger zu rechnen als ursprünglich. Statt wie bisher knapp 900.000 solcher Neuzulassungen erwartet Dataforce nun lediglich etwa eine halbe Million. Das käme fast einer Halbierung des Marktes im Vergleich zum Vorjahr gleich: 2019 gab es in Deutschland 938.315 Flottenzulassungen.

Besonders heftig werde der Einbruch in den kommenden Wochen sein. Für April und Mai geht Dataforce von einem Minus von mehr als 80 Prozent im Flottengeschäft aus. Geschlossene Zulassungsstellen und Autohäuser sowie Produktionsstopps der Industrie würden dazu führen.

Doch auch nach Ende des Lockdowns rechnet das Unternehmen mit schwierigen Zeiten für den Flottenmarkt. Aktuell fänden kaum Kaufverhandlungen statt. Das habe zur Folge, dass in den nächsten drei bis sechs Monaten auch deutlich weniger Fahrzeuge ausgeliefert werden, vermutet Dataforce. „Selbst unter der Annahme, dass Mitte Mai Händler wieder öffnen und Fabriken zügig anlaufen, werden die Zulassungszahlen noch bis in den Oktober hinein gedämpft“, heißt es in der Mitteilung.

Unternehmen dürften nicht zwingend notwendige Investitionen aufschieben

Hinzu kommt, dass nicht nur die Anbieter aktuell zu kämpfen haben. Auch die Konsumenten trifft die Krise. Firmen müssen damit rechnen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten verschlechtern wird. Dementsprechend dürften Unternehmen nicht zwingend notwendige Investitionen aufschieben. „Unter Berücksichtigung der Verzögerung zwischen Bestelleingang und Auslieferung werden die Folgen dieser Unsicherheit bis Anfang 2021 zu spüren sein“, erwartet Dataforce.

Mit einer Erholung des Flottenmarktes rechnen die Marktforscher erst bis Ende 2021. Spürbare Nachholeffekte erwartet Dataforce in den Jahren 2022 und 2023.

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