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Allianz für Aus- und Weiterbildung Schutzschirm für Azubis insolventer Betriebe

| Autor: Doris Pfaff

Um den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren und vor allem um Auszubildende aus insolvent gegangenen Betrieben zu unterstützen, beschloss die Allianz für Aus- und Weiterbildung mehrere Maßnahmen. Unter anderem sollen diejenigen eine Prämie erhalten, die einen solchen Azubi übernehmen.

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Wer einen Auszubildenden aus einem insolventen Betrieb übernimmt, soll eine Prämie bekommen.
Wer einen Auszubildenden aus einem insolventen Betrieb übernimmt, soll eine Prämie bekommen.
(Bild: ProMotor)

Um die Auswirkungen der Coronakrise auf den Ausbildungsmarkt abzufedern, haben die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung Maßnahmen vereinbart. Unter dem Vorsitz von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verabschiedeten am Dienstag Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Länder, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH und der Gewerkschaften eine entsprechende gemeinsame Erklärung.

Ziel ist es, trotz anhaltender Krise und möglicher finanzieller Schwierigkeiten der Betriebe die Ausbildungsverhältnisse fortzusetzen. Die Auszubildenden sollen die Möglichkeit haben, ganz normal ihren Abschluss zu erreichen. Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung gesichert werden, damit sich der Fachkräftemangel nicht noch verschärft. Bundesminister Peter Altmaier sagte: „Gerade jetzt brauchen Betriebe unsere Unterstützung, damit sie weiter qualifiziert ausbilden können.“

Konkret verständigten sich die Partner der Allianz unter anderem darauf, dass Unternehmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, zeitlich befristet eine Übernahmeprämie erhalten sollen. Zudem sollen Betriebe zur Stabilisierung des Ausbildungsjahres 2020/21 die Vorteile der Verbundausbildung und der Auftragsausbildung stärker nutzen können. Die Höhe der Prämie steht noch nicht fest, sie soll aber bis zum Jahresende befristet sein.

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