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Axalta So klappt’s mit der Verspiegelung

| Redakteur: Marion Fuchs

Seit Kurzem gehört das CSM-Verspiegelungssystem zum Portfolio des Schweizer Lackexerten. Für Lackierbetriebe ein Verfahren zur Beschichtung von Autobauteilen aller Materialien.

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Das Werkstück erhält mit Anwendung des CSM-Systems eine Oberfläche, die die Optik von Chrom (aber auch anderer metallischer Oberflächen) nachstellt.
Das Werkstück erhält mit Anwendung des CSM-Systems eine Oberfläche, die die Optik von Chrom (aber auch anderer metallischer Oberflächen) nachstellt.
(Bild: Axalta)

Axalta vertreibt das Verspiegelungssystem des Herstellers CSM Coating Systems über seine Refinish-Marken Cromax, Spies Hecker und Standox. Bei dem Verfahren handelt es sich um eine sogenannte „chemische Spritzmetallisierung“. Dabei erhält das Werkstück eine Oberfläche, die die Optik von Chrom (aber auch anderer metallischer Oberflächen) nachstellt. Diese Technologie eignet sich nach Firmenangaben für die Fahrzeugreparatur oder -restaurierung, wo bisher galvanische Verfahren zum Einsatz kamen und teilweise an ihre Grenzen stießen. Denn anders als bei der Galvanik können mit dem CSM-Verspiegelungssystem auch nichtleitende Werkstücke beschichtet werden.

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Kfz-Lackierer, die erstmals mit dem CSM-System arbeiten, können nach Unternehmensangaben bei den meisten Arbeitsschritten auf ihre Erfahrung in der Lackreparatur zurückgreifen. Untergrundvorbereitung, Vor- und Klarlackierung beispielsweise unterscheiden sich nicht von einer klassischen Lackierung. „Nur der Prozess der eigentlichen Verspiegelung erfordert zu Anfang etwas Übung“, betont Canfer Gül von CSM. „Dabei ist es wichtig, sich exakt an die Arbeitsanleitung zu halten.“

Nachfolgend gibt Canfer Gül einige praktische Tipps:

  • Nach dem Auftrag des Primers folgt die „Beflammung“. Dieser Arbeitsschritt, der dazu dient, die Poren der Oberfläche zu öffnen, braucht etwas Übung. Führen Sie einen Bunsenbrenner in einem Abstand von etwa 5 bis 7 Zentimetern zügig über die Oberfläche. Wiederholen Sie diesen Prozess noch zwei Mal, jeweils mit einer kurzen Abkühlungspause dazwischen.
  • Wichtig: Benetzen Sie anschließend das Objekt mit dem zum System gehörenden „CSM-Wasser“, einem entmineralisierten Reinstwasser. Stellen, an denen Wasserperlen auftreten, müssen erneut beflammt werden.
  • Danach wird der Aktivator, eine Salzlösung, appliziert – man nennt diesen Vorgang auch „Bekeimung“. Neutralisieren Sie die Fläche anschließend mit Reinstwasser. Dabei wird überschüssiges Salz entfernt, das andernfalls später zu Verfärbungen der Verspiegelung führen könnte.
  • Bei der eigentlichen Verspiegelung kommt die zweiköpfige Metallisierungspistole zum Einsatz. Wichtig: Halten Sie ihren Abzug immer voll durchgedrückt (anders als bei der Lackierpistole, bei der man manchmal mit kurzen Druckstößen arbeitet). Grund: Nur bei vollem Druck ist sichergestellt, dass sich die beiden Komponenten (Silbernitrat und Reduktionsmittel) etwa 10 bis 20 Zentimeter vor der Düse perfekt miteinander vermischen.
  • Keine Angst vor einer zu hohen Schichtdicke: Die Verspiegelung ist Ergebnis einer chemischen Reaktion, die von selbst stoppt. Die Schicht wird nicht dicker als 150 Nanometer, Sie können die Oberfläche daher großzügig sättigen. Überschüssiges Material spülen Sie danach mit Reinstwasser wieder ab.
  • Tragen Sie zum Schluss den Klarlack in zwei dünnen Schichten auf. Wichtig: Verwenden Sie dafür nur den mitgelieferten Klarlack. Er ist speziell auf das CSM-System abgestimmt und besonders elastisch. Beim Einsatz von sehr hart verspannenden Klarlacken kann es unter Umständen zu Unverträglichkeiten kommen.

Ein Video über eine praktische Anwendung des CSM-Systems finden Sie hier

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