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Transit wird leichter und stärker

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Leichter, stärker und sparsamer: Das Facelift beim Ford Transit soll den Transporter als Nutzfahrzeug rundum effizienter machen.
Leichter, stärker und sparsamer: Das Facelift beim Ford Transit soll den Transporter als Nutzfahrzeug rundum effizienter machen. (Bild: Ford)

Facelift mit Gewichtskur: Ford hat den Transit überarbeitet und dabei am Gewicht gespart. So verliert der neue Zwei-Tonnen-Transporter beispielsweise seine Pfunde durch Bauteile aus Aluminium und Verbundwerkstoff. Das alles kommt der Nutzlast zugute: Diese ist laut Hersteller um bis zu 80 Kilogramm höher im Vergleich zum Vorgängermodell.

Auch beim Antrieb hat sich der Kölner Nutzfahrzeughersteller Neues einfallen lassen. So wurde die Motorenpalette um eine leistungsstärkere 185-PS-Variante erweitert. Zur zweiten Jahreshälfte soll der Transit „light“ auf den Markt kommen.

Leichter dank Materialmix

Mehrwert durch mehr Nutzlast: Um dies zu erreichen, legten die Ford-Entwickler vor allem bei der Karosserie Hand an, um das Eigengewicht des Transporters zu reduzieren. So ist etwa die Motorhaube des Transit erstmals aus Aluminium und 5,4 Kilogramm leichter im Vergleich zu einer Haube aus Stahl. Die neugestaltete Hinterachse für das Modell mit Heckantrieb bringt weitere 14,7 Kilogramm weniger auf die Waage. Formgedrehte Stahlfelgen (1,1 Kilogramm pro Rad) und eine Laderaumtrennwand aus Verbundwerkstoff (4,4 Kilogramm) tragen ebenfalls zu einem leichteren Gesamtgewicht bei. Zudem seien zahlreiche weitere Komponenten in allen Bereichen des Fahrzeugs darauf ausgelegt, Gewicht einzusparen, ohne dabei die Festigkeit zu beeinträchtigen, so der Kölner Nutzfahrzeughersteller.

Wie hoch die Einsparung ist, hängt von der Modellvariante ab. So ist der Transit 350 mit Heckantrieb, langem Radstand und mittelhohem Dach etwa 80 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell. Eine Einsparung, die zusätzlich als Nutzlast zur Verfügung steht. Die entsprechende Variante mit Frontantrieb ist nach Herstellerangaben 48 Kilogramm leichter.

Auf Wunsch auch als Hybrid-Diesel

Bei der Technik hat Ford sich die Motoren vorgenommen und eine vierte Variante entwickelt. Der 2,0-Liter-Turbodieselmotor, der Eco-Blue, leistet 136 kW (185 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 415 Nm. Damit ist der Motor nochmals stärker als die drei bestehenden Aggregate in den Leistungsstufen 77 kW (105 PS), 95 kW (130 PS) und 125 kW (170 PS). Für alle Motoren hat das Unternehmen die Turboladergeometrie überarbeitet. So soll das Drehmoment über einen breiteren Bereich zur Verfügung stehen.

Zusätzlich bietet Ford den Zwei-Tonnen-Transporter mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-Dieselantrieb (mHEV) für die Modellvarianten mit Front- und Heckantrieb sowie mit Schaltgetriebe an. Vor allem beim Fahrbetrieb mit häufigem Starts und Stopps wie beispielsweise im innerstädtischen Liefer- und Verteilerverkehr sei der Hybridantrieb sparsamer als der Verbrennungsmotor, so der Hersteller: Bis zu acht Prozent weniger Kraftstoffverbrauch sollen so möglich sein, verspricht das Unternehmen.

Außerdem setzen die Kölner im Transit erstmals die elektromechanische Servolenkung (EPAS) ein, die ebenso wie Leichtlaufreifen, aerodynamische Anpassungen und serienmäßig verbaute Start-Stopp-Automatik den Verbrauch des Transporters senken sollen. Zusätzlich soll der sogenannte „Efficient Drive Mode“ aus GPS- Navigationsdaten Hinweise über die vorausliegende Streckencharakteristik bereitstellen und so sparsamere Fahrweisen unterstützen.

Noch nicht im Programm, aber in Planung ist ein rein batteriebetriebener Antrieb für den Kölner Transporter. Ab 2021 soll der elektrische Transit vom Band rollen. Bereits für Ende 2019 hat Ford Fahrzeuge angekündigt, die mit einem Plug-in-Hybrid (PHEV) laufen werden. So sollen der neue Transit Custom sowie der Tourneo Custom mit dieser Antriebstechnologie erhältlich sein.

Tot-Winkel-Assistent für Anhänger

Für zusätzlichen Komfort und Sicherheit hat das Unternehmen die Auswahl an Fahrerassistenzsystemen erweitert. So verfügt der Tot-Winkel-Assistent über eine zusätzliche Anhängerfunktion. So soll das Überholen und Einscheren auch mit Anhängern sicherer werden. Zusätzliche Unterstützung für den Fahrer soll auch der überarbeitete Fahrspurhalte-Assistent bringen: Verlässt das Fahrzeug die Fahrbahnmarkierung wird der Fahrer durch Lenkradvibrationen gewarnt und eine aktive Lenkunterstützung hilft beim Wechsel zurück in die Spur.

Zum Paket der Fahrerassistenzsysteme gehören zudem ein Geschwindigkeitsbegrenzer mit Verkehrschilderkennung, ein aktiver Parkassistent sowie das sogenannte Pre-Collision-Assist-System. Es soll Fußgänger auch nachts wahrnehmen, sobald sie sich im Lichtkegel der Scheinwerfer befinden.

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