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ZKF-Branchentreff 2018 Verschärfter Datenschutz

| Autor / Redakteur: Dr. Wolf-Henning Hammer, Kanzlei Voigt Rechtsanwalts GmbH / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Am 25.05.2018 tritt das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu) in Kraft und die Datenschutzgrundverordnung wird wirksam. Wer mit personenbezogenen Daten arbeitet – und das ist quasi jeder K&L-Betrieb –, sollte auf dieses Datum gut vorbereitet sein.

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Auch in diesem Jahr bietet der ZKF-Branchentreff den deutlich über 400 Besuchern geballte Fachinformationen.
Auch in diesem Jahr bietet der ZKF-Branchentreff den deutlich über 400 Besuchern geballte Fachinformationen.
(Bild: Foto:Konrad Wenz)

Mit der Datenschutzgrundverordnung, die nächste Woche wirksam wird, müssen personenbezogene Daten nochmal mehr geschützt werden als bisher. Mit der Verordnung steigt für Autohäuser und Werkstätten nicht nur die Gefahr der Abmahnung durch Verbände oder Wettbewerber, sondern es drohen auch exorbitant hohe Bußgelder. Hinzu kommen Schadenersatzforderungen betroffener Personen (Art. 82 DSGVO). Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine natürliche Person beziehen. Art. 4 Nr. 1 DSGVO versteht darunter alle Informationen, die „sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen ... ; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann...“ Dies können Name, Anschrift, Kreditkarten- oder Personalausweisnummer, aber auch das Kennzeichen oder die Fahrgestellnummer eines Fahrzeugs sein. Die Aufzählung ist nicht abschließend.

Wo lauern Risiken?

Datenschutzrechtliche Risiken lauern überall dort, wo Daten verarbeitet werden. § 46 Ziff. 2 BDSG-neu (s.a. Art. 4 Abs. 2 DSGVO) versteht unter der Verarbeitung „das Erheben, das Erfassen, die Organisation, das Ordnen, die Speicherung, die Anpassung, die Veränderung, das Auslesen, das Abfragen, die Verwendung, die Offenlegung durch Übermittlung, Verbreitung oder eine andere Form der Bereitstellung, den Abgleich, die Verknüpfung, die Einschränkung, das Löschen oder die Vernichtung.“ Die Verarbeitung von Daten findet daher überall dort statt, wo in der Werkstatt mit Kundendaten hantiert wird. Dies kann der Empfangstresen sein, der Schreibtisch des Kundendienstmeisters, die Werkstatt oder der Serverraum. Wenn Kundendaten auf den Bildschirmen der Mitarbeiter deutlich lesbar angezeigt werden oder Servicemappen mit Kundenterminen und -daten säuberlich geordnet auf dem Meistertisch liegen, mag dies arbeitstechnisch und ergonomisch sinnvoll sein. Datenschutzrechtlich ist es indes problematisch, wenn Dritte erkennen können, wessen Fahrzeug in der Werkstatt ist, oder Anschrift und Telefonnummer des Halters ablesen können. Wie problematisch das ist, und worauf betriebe im speziellen achten müssen, das erläutert Rechtsanwalt Dr. Henning Hammer auf dem ZKF-Branchentreff am 15./16. Juni in Wolfsburg. Melden Sie sich hier zum Branchentreff an.

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