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ZKF „We want you“: K&L-Betriebe suchen nach wie vor Auszubildende

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Dem Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk fehlen Auszubildende, und zwar nicht zu knapp und trotz Coronakrise. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentralverbands für Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

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Mit der Kampagne „We want you“ will der ZKF Jugendlichen zeigen, wie spannend das Karosserie- und Fahrzeugbauhandwerk sein kann.
Mit der Kampagne „We want you“ will der ZKF Jugendlichen zeigen, wie spannend das Karosserie- und Fahrzeugbauhandwerk sein kann.
(Bild: ZKF)

Wie ist es um die Ausbildungplätze im Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk bestellt? Dieser Frage ging der Zentralverband für Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) in einer aktuellen Online-Umfrage bei seinen 3.500 Mitgliedsbetrieben nach. Das Ergebnis: Im Juni suchen noch viele Unternehmen Bewerber für freie Ausbildungsplätze. Und das trotz der Coronakrise.

„Aktuell sind fast die Hälfte der Ausbildungsplätze bei den an der Umfrage teilnehmenden Ausbildungsbetrieben im Karosserie- und Fahrzeugbau für das Ausbildungsjahr 2020 noch zu besetzen“, so ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm. Damit zeigt die Umfrage laut Aukamm, dass sich die Krise beim Abschluss von Ausbildungsverträgen durchaus bemerkbar macht. Schließlich seien normalerweise im Juni eines Jahres bereits 85 bis 90 Prozent aller Ausbildungsplätze vergeben, erklärt der Geschäftsführer.

Starker Einbruch bei den Bewerberzahlen

Aukamm sieht aber auch einen weiteren möglichen Grund für die derzeit geringe Zahl an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Sie könne auf den sich seit Jahren verstärkenden Mangel an Bewerberzahlen zurückzuführen sein. Wie die Umfrage zeigt, tritt dieser Trend in diesem Jahr besonders drastisch zutage. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, weniger Bewerbungen als in den Jahren zuvor erhalten zu haben.

Wie der Geschäftsführer betont, seien jedoch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiterhin gut. Der Ausbildungsberuf „Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in“ sei ein Beruf mit Zukunft, und die Mehrheit der Ausbildungsbetriebe will Aukamm zufolge für das Ausbildungsjahr 2021 mehr Ausbildungsplätze als noch im Vorjahr anbieten.

Handwerk mit Perspektiven

Zudem würde die 3,5-jährige Ausbildung in den Fachrichtungen „Karosserieinstandhaltungstechnik“ und „Karosserie- und Fahrzeugbautechnik“ den jungen Menschen viele weitere Berufsperspektiven bis hin zum Meister, Techniker oder aber Bachelor und Master eröffnen. Betriebe, Auszubildende und Schulabgänger, die weitergehend informieren wollen, können dies über die Branchenkampagne „We want you“ tun. Die Website bietet ausführliche Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und -bedingungen sowie über den Beruf und zur Ausbildung. Jugendliche finden zudem Tipps für die Bewerbung, und ein Video zeigt, wie abwechslungsreich der Beruf des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers sein kann. Nicht zuletzt können sich angehende Fachkräfte direkt bei ihrem Wunschbetrieb bewerben.

Alternativ bietet auch das ZKF-Portal „Autounfall.info“ zahlreiche Informationen rund um das Thema Ausbildung.

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