KI im Schadenbusiness Widerspruch im Zeitraffer

Von Frank Schlieben 6 min Lesedauer

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KI-gestützte Lösungen verändern den Werkstattalltag in bislang unvorstellbarer Geschwindigkeit. Alltägliche Prozesse und Routinen, die qualifizierte Mitarbeiter Stunden kosten, erledigen KI-gestützte Systeme in Minuten. Jüngstes Beispiel: die im Juni gestartete Plattform Assistora.

Fahrwerkvermessungen sind je nach Schadenereignis unumgänglich für eine fachgerechte Unfallreparatur – werden aber nicht selten herausgekürzt.(Bild:  Frank Schlieben)
Fahrwerkvermessungen sind je nach Schadenereignis unumgänglich für eine fachgerechte Unfallreparatur – werden aber nicht selten herausgekürzt.
(Bild: Frank Schlieben)

Ziel der KI-basierten Plattform ist es, manuelle fehleranfällige Prozesse im Werkstattalttag durch intelligente KI-gestützte Automatisierung von Prozessen zu ersetzen und Personal von zeitraubenden, ineffizienten Tätigkeiten zu entlasten. Gestartet ist Assistora im Juni 2026 mit dem Modul Smart Check: Das Tool liefert automatisiert auf Basis individueller Reparaturfälle für Werkstätten präzise, einzelfallbezogene und final per E-Mail versendbare Erwiderungen auf Stellungnahmen von Versicherern und Schadensteuerern zu unberechtigten Rechnungskürzungen.

Vorteile für Betriebe: Werkstätten sollen so die Bearbeitungszeit von ein bis zwei Stunden pro Schadenfall auf drei bis fünf Minuten reduzieren können, sagt Benjamin Geissel (43), Partner der Emvau GmbH, Pforzheim, und Kopf hinter der Plattform. Aufgrund der enormen Zeitersparnis gegenüber der händischen Bearbeitung durch den Werkstattmeister oder den Chef lohne es sich jetzt zudem für Betriebe, auch gegen vergleichsweise geringe Rechnungskürzungen vorzugehen. Die reklamieren Unternehmer oft nicht, weil der Bearbeitungsaufwand bislang in keinem Verhältnis zum möglichen Ertrag steht.