E-Auto-Kosten Global unterscheiden sich die Aufwände erheblich

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Ob Elektroautos finanziell attraktiv sind, hängt neben Strompreisen und Förderpolitik von zahlreichen Faktoren ab. Deutschland schlägt sich im internationalen Vergleich überraschend gut. Wo sich das E-Auto-Fahren am meisten und am wenigsten lohnt.

In Ländern wie Südafrika ist E-Mobilität noch ein Nischen-Phänomen.(Bild:  SP-X)
In Ländern wie Südafrika ist E-Mobilität noch ein Nischen-Phänomen.
(Bild: SP-X)

Wer möglichst günstig elektrisch fahren will, findet derzeit in Norwegen besonders gute Bedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Unternehmensberatung Arthur D. Little. In einem Ranking zu Kosten und Regulierung erreicht das skandinavische Land 32,2 Punkte und liegt damit vor Singapur mit 27,6 und Frankreich mit 26,8 Punkten. Deutschland landet mit 23,7 Punkten auf Rang acht.

Das Kostenranking ist kein reiner Vergleich von Strom- und Benzinpreisen. Berücksichtigt werden unter anderem finanzielle Vorteile beim Kauf und Betrieb von Elektroautos verschiedener Größenklassen, Zuschüsse für private Ladeinfrastruktur, die Kosten von Haushaltsstrom und Benzin pro Kilometer sowie Zulassungsbeschränkungen für Verbrenner.

In Norwegen gibt es zwar keine klassischen Kaufprämien mehr, Elektroautos profitieren aber weiterhin von erheblichen steuerlichen Vorteilen. So fällt bis zu einem bestimmten Fahrzeugwert keine Mehrwertsteuer an. Gleichzeitig ist der Betrieb von Verbrennern vergleichsweise teuer. Nach jahrzehntelanger Förderung ist der Markt zudem praktisch vollständig elektrifiziert.

In Singapur setzt der Staat hingegen weiterhin stark auf direkte finanzielle Anreize. Die Studie beziffert die möglichen Vorteile beim Kauf je nach Fahrzeugklasse auf bis zu 16.300 Euro. Frankreich unterstützt kleinere und mittlere E-Autos unter anderem mit Kaufzuschüssen, während emissionsstarke Verbrenner mit hohen Zulassungsabgaben belastet werden. Italien punktet ebenfalls mit Kaufprämien von in der Spitze 10.600 Euro sowie Steuervergünstigungen.

Manche Länder fördern praktisch gar nicht

Deutschland liegt im oberen Viertel. Der Vergleich berücksichtigt unter anderem die 2026 wieder eingeführte Förderung für private E-Auto-Käufer sowie steuerliche Vorteile für elektrische Dienstwagen. Im weltweiten Kosten- und Regulierungsvergleich rangiert Deutschland damit noch vor China, Großbritannien und den Niederlanden.

Am anderen Ende der Skala finden sich vor allem Länder, in denen direkte Kauf- und Nutzungsvorteile fehlen. Schlusslicht Saudi-Arabien bietet zwar einzelne Zoll- und Steuervergünstigungen sowie teilweise kostenloses Laden, direkte finanzielle Vorteile beim Fahrzeugkauf oder im laufenden Betrieb weist die Studie jedoch nicht aus. Ähnlich sieht es in Neuseeland aus: Dort wurde die Kaufprämie Ende 2023 abgeschafft, zudem müssen Elektroautos mittlerweile Straßenbenutzungsgebühren zahlen. Brasilien und Südafrika bieten E-Auto-Fahrern ebenfalls kaum Vorteile.

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