Caravan-Instandsetzung Alles außer Standard

Autor: Dr. Holger Schweitzer

Ersatzteile, die erst in ferner Zukunft oder gar nicht mehr lieferbar sind, besondere Konstruktionsweisen sowie anspruchsvolle Besitzer sind einige der Herausforderungen im Reisemobilsegment. Da brauchen nicht nur Werkstätten individuellen Sachverstand, sondern auch Gutachter.

Wer den Aufwand für das Instandsetzen eines Wohnmobils bewerten will, sollte wissen, wie Freizeitfahrzeuge konstruiert sind.
Wer den Aufwand für das Instandsetzen eines Wohnmobils bewerten will, sollte wissen, wie Freizeitfahrzeuge konstruiert sind.
(Bild: Heidenwag)

Ragt ein Ast in die Straße, juckt das die meisten Autofahrer nicht. Selbst SUVs bewegen sich meist unterhalb solch botanischer Gefahren. Anders bei Wohnmobilen: Ihre Fahrzeughöhe macht zwar auf dem Campingplatz das Kochen komfortabel, kann aber auf Landstraßen schon einmal zu unerwünschtem Kontakt führen. Zudem sind die meisten Fahrer eher selten mit ihrem Wohnmobil unterwegs und sind sich dessen Dimensionen dementsprechend nicht immer bewusst.

Ist dann die Seitenwand aufgeschlitzt, bedarf es wie bei einer Pkw-Reparatur zunächst eines Schadengutachtens, bevor die Reparatur beginnen kann. Aber während das Kalkulieren von Schäden an Autos für Werkstätten und Sachverständige nach standardisierten Prozessen abläuft, gelten im Wohnmobilsegment andere Gesetze. Exakte Kalkulationssysteme, Herstellervorgaben für Reparaturen und eine solide Teileverfügbarkeit gibt es für die rollenden Urlaubsheime nicht. Das ist auch für die Sachverständigen, die die Gutachten erstellen, herausfordernd.

Über den Autor

Dr. Holger Schweitzer

Dr. Holger Schweitzer

Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG