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GHH Baumaschinen fernsteuern? Aber sicher!

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Gelsenkirchener Maschinenhersteller forciert den Einsatz von Fernsteuerungen für schwere Baumaschinen aus Sicherheitsgründen. Sein Modell T-RX100J ist laut unternehmensangaben leicht, preiswert und auch für Fremdfabrikate einsetzbar.

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In gefährlichen Arbeitsumgebungen setzen immer mehr Betreiber auf Funkfernsteuerungen.
In gefährlichen Arbeitsumgebungen setzen immer mehr Betreiber auf Funkfernsteuerungen.
(Bild: GHH)

Im Berg- und Tunnelbau geht Sicherheit vor: Aus diesem Grund hat GHH seine Fernsteuerung T-RX100J konzipiert. Mit ihr lassen sich schwere Baumaschinen aus sicherer Entfernung per Funk steuern, darunter etwa Fahrlader, Muldenkipper oder Bohrgeräte. Ihr Einsatz empfiehlt sich nach Firmenangaben überall dort, wo der Bediener vor Ort erhöhten Gefahren ausgesetzt wäre.

Nur etwa 1200 Gramm wiegt die Steuereinheit, eingehängt wird sie in einen zentralen Nackengurt. Das ergonomische Gehäuse ist aus schlagfestem Kunststoff gefertigt und nach Ip67 * vor Staub und Wasser geschützt. Dem Bediener stehen zwei programmierbare Joysticks nebst Schaltern für alle gängigen Maschinenfunktionen zur Verfügung. Über ein LCD-Display werden Parameter wie etwa Temperatur und Ölstand angezeigt.

RRC-Fernsteuerung von GHH am Gurt des Bedieners.
RRC-Fernsteuerung von GHH am Gurt des Bedieners.
(Bild: GHH)

Ein spezielles Merkmal ist der Neigungssensor: Sollte die Steuereinheit unerwartet kippen (etwa, weil der Bediener ausfällt), stoppt das System die Maschine. Der Reaktionsgrad lässt sich verändern, um individuellen Anforderungen gerecht zu werden. Die Sicherheitsschaltung löst ebenfalls bei Abbruch der Funkverbindung aus. Die Kommunikation mit der Maschine erfolgt digital und stabil. Für den Ausfallschutz hat GHH die Prozessoren mit Selbstdiagnose-Funktion doppelt verbaut. Mittig ist ein großer Not-Stopp platziert.

Maschinenseitig wird eine 1600 g leichte Empfängerbox mit Aluminiumgehäuse installiert. Auch sie ist umfangreich geschützt. Die Anbindung erfolgt über analoge und digitale Schnittstellen, mit Funkkanälen in MHz- und GHz-Bändern. Der Betriebsbereich beträgt -25 bis 70 Grad Celsius.

*Die Schutzart gibt die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln für verschiedene Umgebungsbedingungen an, zusätzlich den Schutz von Menschen gegen potenzielle Gefährdung.

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