Automechanika 2026 KI bucht Werkstatttermine

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

Klingelt das Telefon, antwortet künftig eine Sprach-KI. Wie das System selbstständig Termine mit Kunden vereinbart, zeigt ZF auf der Messe ebenso wie neue Hochvolt-Schulungen und eine nachhaltige Bremsflüssigkeit.

ZF erweitert seinen „Pro-Manager“ um ein KI-gestütztes Produkt mit der Fähigkeit, in natürlicher Sprache einen Dialog mit den Kunden führen zu können.(Bild:  ZF)
ZF erweitert seinen „Pro-Manager“ um ein KI-gestütztes Produkt mit der Fähigkeit, in natürlicher Sprache einen Dialog mit den Kunden führen zu können.
(Bild: ZF)

Auf der diesjährigen Automechanika in Frankfurt demonstriert ZF Aftermarket drei Neuerungen für den Werkstattalltag: einen digitalen Sprachassistenten für die Terminvergabe, ein Trainingsprogramm für Hochvolt-Batterien sowie eine Bremsflüssigkeit aus recyceltem Material.

Einen Schwerpunkt des Messeauftritts bildet ein neuer Sprachassistent für das digitale Verwaltungstool ZF Pro-Manager. Das KI-gestützte System erweitert die Software um eine virtuelle telefonische Annahme. Im Gegensatz zu klassischen Chatbots soll die Anwendung in der Lage sein, einen Dialog in natürlicher Sprache mit Anrufern zu führen. Laut dem Entwickler interpretiert die Technik dabei Kundenanfragen zu Fahrzeugmarken, Modellbezeichnungen und Servicewünschen in Echtzeit. Durch eine direkte Anbindung an die Werkstattplanung soll die Software freie Kapazitäten prüfen und Buchungen selbstständig in den Kalender eintragen. Zudem kann die Anwendung neue Kontakte sowie Fahrzeugdaten automatisch erfassen. Für diese Lösung ist das Unternehmen zudem in der Kategorie „AI Solutions & Digitalization“ für den Automechanika Innovation Award 2026 nominiert.

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Darüber hinaus stellt der Zulieferer das Trainingsprogramm „Erweiterte Einblicke in die HV-Batterie" vor. Dieses Schulungsformat des Pro-Tech-Netzwerks verbindet Praxiseinheiten mit theoretischem Wissen zur Hochvolt-Batterie und deren Komponenten. Werkstätten sollen dadurch ihre Kompetenz im Umgang mit Hochvolt-Systemen stärken, die Arbeitssicherheit erhöhen und typische Fehlerbilder erkennen können.

Im Bereich der Fahrzeughydraulik führt der Teileproduzent zudem unter der Marke TRW die Bremsflüssigkeit „DOT 4 ESP Recycled“ ein. Nach Unternehmensangaben besteht diese zu 60 Prozent aus wiederverwertetem Material (Post-Consumer-Rezyklat), berechnet nach der Norm ISO 14021. Trotz des Recyclinganteils erfülle das Fluid die gängigen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen auf Komponentenebene (ISO 4925) und sei auf eine dauerhaft konstante Bremsleistung ausgelegt.

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