Landesverband Bayern

Das Handwerk im Blick

| Redakteur: Konrad Wenz

Interessante Vorträge und mehr als 40 Aussteller mit ihren innovativen Produkten lockten über 220 Teilnehmer zum Landesverbandstag nach Bamberg.
Interessante Vorträge und mehr als 40 Aussteller mit ihren innovativen Produkten lockten über 220 Teilnehmer zum Landesverbandstag nach Bamberg. (Bild: Wenz)

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Landesinnungsmeister Thomas Schneider begrüßte über 220 Gäste zum diesjährigen Landesverbandstag in Bamberg. Gastgeber der Veranstaltung war bereits zum dritten Mal der Karosserie- und Lack-Fachbetrieb Brandl in Bamberg.

Schneider berichtete, dass in den bayerischen Innungsbetrieben im laufenden Jahr 170 Azubis ihre Ausbildung gestartet haben. Der Innungsmeister appellierte an die Betriebe, in ihren Bemühungen um die Ausbildung junger Menschen nicht nachzulassen. In diesem Zusammenhang merkte er an, dass etwa 50 Prozent der Innungsbetriebe bis zu zehn Mitarbeiter und rund 30 Prozent der Betriebe bis zu 20 Mitarbeiter beschäftigen. Diese Mitgliederstruktur erfordere, dass die Innungen ihre Betriebe unterstützten. Schneider kündigte an, dass das Team im BFZ München im kommenden Jahr um einen Betriebsberater ergänzt werden soll. „Wir wollen der Dienstleister für unsere Betriebe sein“, erklärte Schneider – beispielsweise habe der Landesverband eine Online-Wissensbox eingerichtet. Hier können die Mitgliedsbetriebe unter anderem verschiedene Muster-Arbeitsverträge nach den neuesten gesetzlichen Vorgaben herunterladen.

„Wir wollen die Ertragslage unserer Mitgliedsbetriebe verbessern“, führte Schneider aus. Deshalb biete das BFZ nun die Ausbildung zum Unfallmanager an. Es sei unbedingt notwendig, dass die Betriebe den Schadenabwicklungsprozess beherrschten, wenn sie mit der Schadensteuerung Geld verdienen wollen. In diesem Zusammenhang rief Schneider dazu auf, dass sich die Betriebe am Betriebsvergleich des Verbandes beteiligten. „Die betriebswirtschaftlichen Zahlen müssen ernst genommen werden. Nehmt euch die notwendige Zeit dafür“, lautete sein Appell. Je mehr Betriebe mitmachen würden, desto fundierter seien die Aussagen, die der Betriebsvergleich erbringen könne.

Beim Euro-DFT ist Geduld gefragt

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erklärte Michael Zierau, Technischer Leiter des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik e. V. (ZKF), die Vorteile des Mehrmarkendiagnosetools Euro-DFT: „Wir können mit diesem Diagnosewerkzeug alles das machen, was der markengebundene Servicebetrieb auch kann – von der Fehlerspeicherauslese bis hin zur Steuergeräte-Reprogrammierung.“ Voraussetzungen seien ein schneller Internetanschluss, ein Batterieladegerät, der Euro-DFT und eine VCI-Schnittstelle. Neben den technischen Hardware-Vorgaben benötige der Unternehmer noch ein polizeiliches Führungszeugnis (für jeden Hersteller ein separates) sowie Geduld. Letztere brauche der Betrieb bei Software-Übertragungen, die mitunter lange dauern könnten. Zierau erklärte, dass dies speziell bei BMW so sei. Abhilfe schaffe an dieser Stelle das Original-BMW-VCI, mit dem sich die Datenübertragung um den Faktor zehn beschleunigen lasse. Allerdings sei dies mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Apropos: Für ZKF-Mitgliedsbetriebe schlägt der Euro-DFT mit 6.890 Euro zu Buche. Dazu kommen noch die Kosten für die Wartung und Services, für die Freischaltung der Fahrzeughersteller sowie die Übertragungskosten, wenn das Gerät mit den Servern des Fahrzeugherstellers verbunden wird. Diese liegen zwischen 9 bis 15 Euro pro Stunde. Die Eurogarant AG bietet den Euro-DFT im Leasing an. Allerdings ist auch an dieser Stelle wieder die Geduld des Anwenders gefordert: Da sich die Fahrzeughersteller viel Zeit mit der Freischaltung der Geräte lassen, sind noch nicht viele ausgeliefert worden.

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