Mercedes-Benz Trucks eActros im Praxistest

Redakteur: Marion Fuchs

Der Stuttgarter Truckhersteller übergab einen eActros an TBS (Mannheim). Hier soll die Alltagstauglichkeit des Fahrzeugs geprüft werden.

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Übergabe des eActros in Mannheim: (von links nach rechts): Kai Dauenhauer, Werksleiter Vertrieb, TBS Transportbeton , Claus Grimm, Vorentwicklung eActros, Daimler AG , Steffen Maier, Leiter Kundenfahrerprobung, Daimler AG , Günther Schieder, Fahrzeugbetreuer eActros, Daimler AG, Joachim Gilles, Geschäftsführer, TBS Transportbeton, Stephan Werner, Fahrer eActros, TBS Transportbeton, Volker Beer, Werkleiter Technik, TBS Transportbeton.
Übergabe des eActros in Mannheim: (von links nach rechts): Kai Dauenhauer, Werksleiter Vertrieb, TBS Transportbeton , Claus Grimm, Vorentwicklung eActros, Daimler AG , Steffen Maier, Leiter Kundenfahrerprobung, Daimler AG , Günther Schieder, Fahrzeugbetreuer eActros, Daimler AG, Joachim Gilles, Geschäftsführer, TBS Transportbeton, Stephan Werner, Fahrer eActros, TBS Transportbeton, Volker Beer, Werkleiter Technik, TBS Transportbeton.
(Bild: Daimler AG)

Mercedes-Benz Trucks hat einen vollelektrischen eActros zur Praxiserprobung an TBS Transportbeton übergeben. Das in Mannheim ansässige Unternehmen stellt hochwertige Betone und Bindemittel her und bietet seinen Kunden zusätzlich verschiedene Dienstleistungen an. TBS zählt zu insgesamt 20 Kunden aus unterschiedlichen Branchen, die den schweren Elektro-Lkw in ihre Flotte integrieren.

Die Mercedes-Kunden setzen jeweils einen seriennahen 18- oder 25-Tonner ein Jahr lang im normalen Betrieb ein und testen ihn auf seine Alltagstauglichkeit. Das Ziel ist, ab dem Jahr 2021 lokal emissionsfreies und leises Fahren in Städten auch mit schweren Serien-Lkw zu realisieren. Die Testserie gliedert sich in zwei Phasen mit jeweils zehn Kunden und dauert insgesamt etwa zwei Jahre.

Ein Arbeitstag ohne Laden

Jeder Kundeneinsatz stellt spezielle Anforderungen an den eActros. TBS erprobt beispielsweise einen 25-Tonner beim Transport von Flugasche aus dem Steinkohlekraftwerk Mannheim zur Bindemittelmischanlage im Handelshafen. Die Flugasche wird bei der Herstellung spezieller Zement- und Betonarten verwendet. Das Transportgewicht beträgt bis zu 10 Tonnen. Die Strecken sind zwischen sieben und acht Kilometer lang (eine Richtung) und werden bis zu acht Mal am Tag im Einschichtbetrieb von einem Fahrer gefahren. Zwischen den Fahrten ist kein Ladevorgang erforderlich. Bis zu 200 km beträgt die Reichweite des eActros, seine Energie zieht er aus Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh. Innerhalb von zwei bis elf Stunden, abhängig von der verfügbaren Ladeleistung, sind diese wieder vollständig aufgeladen.

Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts „Concept ELV“ zu verschiedenen Teilen vom Bundesumweltministerium (BMUB) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

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