Würzburger Karosserie- und Schadenstage Ein Arbeitsplatz für alle Werkstoffe

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Hersteller stellen die Betriebe nicht nur beim Know-how vor Herausforderungen, sondern auch beim Equipment. Ein Beispiel dafür ist der separate Alu-Arbeitsplatz. Er könnte Dank Sehon jedoch bald der Vergangenheit angehören.

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Der Karosserie-Arbeitsplatz Cameleon von Sehon feierte in Würzburg Premiere.
Der Karosserie-Arbeitsplatz Cameleon von Sehon feierte in Würzburg Premiere.
(Bild: Rainer Wengel)

Für die Werkstatt hieß der zunehmende materialmix in unseren Fahrzeugen bisher, dass sie für die verschiedenen Werkstoffe spezielle Arbeitsplätze brauchen. Denn gerade bei Aluminium und Stahl kann es zur Kontaktkorrosion kommen. Hier ist also streng darauf zu achten, dass die Werkzeuge nicht vermischt werden.

Auch die Aluminiumstäube haben es in sich: Werden sie mit Stahlstäuben gemischt, kann es zu einer explosionsartigen Verbrennung kommen. Auch deshalb müssen die Werkstätten darauf achten, die Arbeitsplätze strikt zu trennen. Wohlgemerkt, bisher: Denn nun hat sich der Lackieranlagenbauer Sehon diesem Problem gewidmet.

„Unser Ansatz ist es, an einem Arbeitsplatz Reparaturen an Karosserien aus Stahl, Aluminium und Carbon durchzuführen“, erklärte Geschäftsführer Tiemo Sehon auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen Anfang April im Vogel Convention Center. Sehon entwickelte den Multimix-Arbeitsplatz „Cameleon“. Er ist für alle Karosseriearbeiten geeignet, wie Trennen, Schweißen, Sägen, Schleifen, Kleben, Nieten, Montieren, Verformen, Saugen und Reinigen.

Eine Einweg-Direkt-Absaugung für alle Stäube sorgt für sicheres Arbeiten. Sie ist mit einem sogenannten Multi-Dust-Seperator für die funkenfreie Absaugung der unterschiedlichen Stäube versehen. „Es besteht keine Gefahr von Staubexplosionen“, so Sehon. Der Arbeitsplatz verfügt außerdem über eine zusätzliche Absaugung für Schweißrauch, Kleberdämpfe und Reststäube.

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