PPG/ Cartec Engere Kooperation für einen effizienteren Schleifprozess

Autor: Dr. Holger Schweitzer

Der Lackhersteller PPG will Betrieben helfen, ihre Lackvorbereitung wirtschaftlicher zu machen – und setzt dabei auf ein spezielles Schleifverfahren der Cartec Autotechnik GmbH.

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Thomas Grebe, Product Manager PPG (re.), und Daniel Fuchs, Mitglied der Geschäftsleitung der Cartec Autotechnik Fuchs GmbH, verkünden, dass beide Unternehmen künftig enger kooperieren wollen.
Thomas Grebe, Product Manager PPG (re.), und Daniel Fuchs, Mitglied der Geschäftsleitung der Cartec Autotechnik Fuchs GmbH, verkünden, dass beide Unternehmen künftig enger kooperieren wollen.
(Bild: PPG)

Das Schleifen ist im Reparaturprozess laut dem Lackhersteller PPG einer der zeitaufwendigsten, nervenaufreibendsten und fehleranfälligsten Arbeitsschritte. Zudem sei der Materialverbrauch sehr hoch. Das mache den Schleifvorgang zu einem Prozessfaktor, der sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit von K&L-Betrieben auswirken könne, erklärt Thomas Grebe, Produktmanager PPG. Um den Werkstätten Konzepte für effizienteres Schleifen anbieten zu können, kooperiert der Lackhersteller seit Sommer 2020 mit Cartec Autotechnik Fuchs GmbH.

Konkret setzt der Hildener Lackhersteller auf den sogenannten Big-Box-Blower des Unternehmens: ein System, das manuelles und mechanisches Schleifen überflüssig machen soll. Die Funktionsweise erläutert Daniel Fuchs, Mitglied der Geschäftsführung von Cartec: „Kurz gesagt wird mit dem Big-Box-Blower die Lackschicht auf Oberflächen nicht entfernt, sondern mittels eines Wirbelstrom-Rotationsverfahrens sanft und definiert angeschliffen.“

Gründlich und fehlerfrei vorbereitet für den Lackauftrag

Mikrofeine Mattierungspartikel rauen Fuchs zufolge den Lack konturungebunden ebenmäßig und fein an – je nach Abstand zum Objekt zwischen Exzenterschliff P400 und P1550. Laut Cartec lässt sich so eine vollständig gleichmäßig mattierte, riefenfreie Oberfläche erzielen – auch an schwer zugänglichen Stellen. Außerdem gebe es keine Fehlerquellen mehr wie Schleifriefen oder ungeschliffene Bereiche an schwer zugänglichen Stellen. Das Objekt sei damit ideal für den folgenden Lackiervorgang vorbereitet. Laut Fuchs zeichnet sich das System zudem durch eine verbesserte Haftung der Lackschichten auf den so bearbeiteten Oberflächen aus.

Ein weiterer Aspekt des Verfahrens sei die Ersparnis hinsichtlich Zeit und Manpower, so Daniel Fuchs. Es sei lediglich ein Mitarbeiter damit beschäftigt, die Bauteile für die Lackierung vorzubereiten. In puncto Zeitersparnis lässt sich dem Geschäftsführer zufolge beispielsweise ein Stoßfänger mit dem Cartex-System in 5 statt in 40 Minuten bearbeiten.

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Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG