Suchen

ZKF-Branchentreff Fahrzeugdiagnose der Zukunft

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Dank Euro-5/6-Gesetzgebung können auch freie Werkstätten und K&L-Betriebe Diagnosearbeiten und Reprogrammierungen auf OE-Niveau durchführen. Dabei unterstützt sie das Konzept Euro-DFT. Auf dem ZKF-Branchentreff in Wolfsburg am 15./16. Juni wird das Diagnosesystem näher beleuchtet.

Firmen zum Thema

( zkf)

Der Zentralverband Fahrzeug- und Karosserietechnik (ZKF) hat gemeinsam mit dem Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) das Diagnosetool Euro-DFT entwickelt. Der Grund dafür: Auch Kfz-Betriebe ohne Markenvertrag sollen moderne Kraftfahrzeuge sicher bzw. zu gleichen Bedingungen wie die OEM-Werkstätten („wettbewerbskonform“) warten und reparieren können. Der ZKF-Branchentreff am 15./16. Juni in Wolfsburg wird das Euro-DFT näher beleuchten.

Darüber hinaus erwartet die Teilnehmer am ZKF-Branchentreff ein interessantes Programm sowie eine große Fachausstellung. Anmeldung unter: zkf-branchentreff.de.

Doch zurück zum Euro.-DFT: Nach einem ersten missglückten Versuch seitens der EU, im Rahmen der Euro-3/4-Gesetzgebung die OEM zur Herausgabe von Daten und Informationen zu „veranlassen“, hat die Union dies beim Nachfolger Euro 5/6 tatsächlich geschafft. Seit März 2010 ist der Zugriff auf die Herstellerdaten gewährleistet.

Doch trotz aller Bemühungen hinsichtlich der Standardisierung sind die Portale der Fahrzeughersteller unterschiedlich aufgebaut. Zudem ist die Anmeldung bei jeder Marke anders, und es existieren mehrere Anmeldeebenen, je nachdem, welche Angebote man nutzen möchte. Außerdem muss sich der Betrieb bei jeder Marke gesondert registrieren. Auch ist die entgeltliche Nutzung der Portale unterschiedlich: Größtenteils wird nach Zeit abgerechnet, manchmal nach Anwendungen („Jobs“). Von diesen bürokratischen Hürden einmal abgesehen, gab und gibt es zum Teil noch gravierende technische Hindernisse. Installiert man z. B. die Zugangssoftware mehrerer Hersteller auf einem PC/Laptop, gibt es Probleme bis hin zum völligen Kollaps des Rechners. Auch bei der Schnittstelle (VCI), die für die Kommunikation zwischen Rechner und Fahrzeug notwendig ist, gibt es nach wie vor ein Problem: Während das Gros der Hersteller die Datenübertragung gemäß der SAE-Norm J2534 bewerkstelligt, setzt Fiat (und seine Marken) auf das ISO-Protokoll 22900.

ZKF und ZDK haben zusammen mit Adis Technologies ein Konzept entwickelt, welches die oben genannte Probleme lösen soll: das Euro-DFT (DFT = Diagnose und Flash-Tool). Das Konzept besteht aus einem Laptop sowie einer von Adis entwickelten Software. Diese sorgt dafür, dass die von verschiedenen Herstellern installierten Online-Zugänge (nur die Software von Mercedes-Benz ist eine lokal installierte Anwendung) nicht miteinander kollidieren.

Ob das ZKF/ZDK-Konzept die bekannten Multimarken-Diagnosetester deshalb überflüssig macht, soll im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Multimarkengeräte-Herstellern AVL und Hella Gutmann sowie Werkstätten in Wolfsburg geklärt werden. Lassen Sie sich diese Information nicht entgehen und melden Sie sich zum ZKF-Branchentreff an.

(ID:45310266)