E-Auto-Bestand Fast 56 Millionen Autos mit Elektroantrieb weltweit

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Elektroautos machen nur einen kleinen Anteil des globalen Pkw-Bestands aus. Doch die Zahl der Fahrzeuge legt deutlich zu, auch die jährlichen Neuzulassungen wachsen weiter. Überraschungen bergen die Daten auch China.

Die Elektromobilität wird weltweit immer beliebter – stellt aber bislang nur einen kleinen Teil des Pkw-Bestands. (Bild:  Eon)
Die Elektromobilität wird weltweit immer beliebter – stellt aber bislang nur einen kleinen Teil des Pkw-Bestands.
(Bild: Eon)

Die Zahl der weltweit zugelassenen Autos mit Elektroantrieb ist im vergangenen Jahr um rund ein Drittel gestiegen. Zum Jahreswechsel waren es 55,8 Millionen reine Stromer, Plug-in-Hybride oder Elektroautos mit Range Extender, wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) errechnet hat. Mehr als die Hälfte davon – 31,4 Millionen Fahrzeuge – verorten die Experten in China.

Mit großem Abstand dahinter folgen die USA mit 6,4 Millionen und Deutschland mit 2,6 Millionen Fahrzeugen im Bestand. Auch Großbritannien und Frankreich mit jeweils rund 2,1 Millionen, sowie Norwegen mit gut 1 Million weisen siebenstellige Bestände auf.

Interessant, wenn auch schwierig ist der Blick auf das Bestandswachstum, bei dem der Schwund an Fahrzeugen einbezogen wird. Denn hier fällt nach Jahren starker Anstiege ein Rückgang auf: 2024 wuchs der Bestand um 13,8 Millionen, 2023 waren es noch 14,2 Millionen. Das überrascht, denn die Neuzulassungen stiegen weiter deutlich an. Zwischen ihnen und dem Wachstum der Bestandszahlen klafft nun eine Lücke von 3,7 Millionen Fahrzeugen, die vor allem auf China zurückzuführen ist, während sie in den Vorjahren stets nur einige hunderttausend Fahrzeuge betrug.

Global betrachtet sind die Elektrofahrzeuge weiterhin Exoten. Laut dem Umweltbundesamt waren im vergangenen Jahr 1,342 Milliarden Pkw auf der Erde zugelassen. Damit hat sich der Pkw-Bestand rund um den Globus in nicht ganz 50 Jahren mehr als verfünffacht – beginnend mit 275 Millionen Einheiten im Jahr 1978.

Überraschung in China

Man sei selbst zunächst von den Zahlen aus China überrascht gewesen, sagt Andreas Püttner vom ZSW. Er vermutet, dass eine Mischung aus mehreren Faktoren den dort sehr großen Unterschied zwischen Neuzulassungen und Bestandswachstum erklärt.

So gebe es inzwischen einen immer größeren Bestand an älteren Fahrzeugen – gerade in China – sodass dort auch mehr Fahrzeuge kaputtgingen oder verschrottet würden. Das werde auch davon angetrieben, dass es dort eine stark wachsende Modellvielfalt mit immer besserer Digitaltechnik und Reichweite und einen großen Kundenwunsch nach neuesten Modellen gebe.

Zudem gebe es gerade bei den Vergleichszahlen der Vorjahre aus China auch gewisse Unsicherheiten, sagt Püttner. Das wirke sich natürlich auch auf das errechnete Bestandswachstum aus.

Drei deutsche Hersteller in den Top 10

Beim Blick auf die Autohersteller hat BYD seinen Vorsprung ausgebaut. Die chinesische Marke kommt nun auf über die Jahre aufaddierte Zulassungszahlen von 10,6 Millionen Autos und liegt damit weit vor den nächstfolgenden Tesla mit 7,3 und VW mit 4,3 Millionen Fahrzeugen.

Auch BMW und Mercedes-Benz schaffen es in die Top 10: Die Münchner mit knapp 2,5 Millionen auf Rang 6, die Stuttgarter mit 1,6 Millionen auf den 8. Platz. Bestandszahlen gibt es hier nicht. Sie dürften ein gutes Stück niedriger liegen.

Von der guten Position der deutschen Hersteller bei den kumulierten Zulassungszahlen solle man nicht täuschen lassen, mahnt das ZSW. „Durch die Größe des chinesischen Markts und die dortige Dominanz chinesischer Hersteller drängen immer mehr, in Europa noch relativ unbekannte Hersteller in die globale Top Ten. So kommen bei den weltweiten Neuzulassungen 2024 bereits sechs von zehn Herstellern aus China.“ Mercedes ist dagegen nicht mehr dabei.

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