Tolltickets Gewicht bestimmt die Maut

Redakteur: Marion Fuchs

Je nach Gewicht müssen Besitzer von Wohnmobilen mehr oder weniger Maut bezahlen. Wohnmobilbauer sollten wissen, was auf ihre Kunden zukommen kan. Einige Beispiele .

Für die Mautgebühren ist das zulässige Gesamtgewicht von Wohnmobilen entscheidend.
Für die Mautgebühren ist das zulässige Gesamtgewicht von Wohnmobilen entscheidend.
( Fiat)

Bei Wohnmobilen ist das zulässige Gesamtgewicht tatsächlich ausschlaggebend, wenn es um das Thema Maut in vielen europäischen Ländern geht. Es bestimmt in einigen Ländern mit Straßengebühr darüber, ob eine zeitabhängige Vignette zu erwerben ist oder ob eine distanzbasierte Gebühr mittels einer elektronischen Mautbox zu entrichtet werden muss.

So mancher Wohnmobilbesitzer denkt über eine Auflastung nach, um beim Zuladungsgewicht mehr Spielraum zu haben. Eine Änderung der Gewichtsklasse kann sich allerdings auf die Mautbestimungen und -Gebühren auswirken. s. Artikel "Abspecken oder Auflasten"

In Slowenien müssen seit 1. April dieses Jahres Wohnmobile über 3,5 t zul. Gesamtgewicht die Maut mit der Box „DarsGo unit“ entrichten. Die Straßengebühr richtet sich dann nach den zurückgelegen Kilometern. Ist das zulässige Gesamtgewicht aber darunter, ist eine normale PKW-Vignette in Slowenien zu kaufen.

In Österreich müssen Wohnmobile über 3,5 t zur Bezahlung der Mautgebühren eine GO-Box mitzuführen. Alle anderen Fahrzeuge müssen die Vignette erwerben. Das "Pickerl" gibt auch als e-Vignette, die rein online zu buchen ist. Wer die digitale Vignette wählt, kann erst 18 Tage nach der Buchung seinen ersten Gültigkeitstag haben, weil das österreichische Recht das so vorsieht. Unternehmer sind von dieser Regelung ausgenommen.

In Tschechien genügt bei Wohnmobilen über 3,5 t die Vignette ebenfalls nicht, die entsprechenden Fahrzeuge müssen die Maut per „Premid“, einer elektronischen Box, bezahlen.

Viele Reiseländer in Europa haben grundsätzlich eine streckenabhängige Maut, etwa Italien, Frankreich oder Spanien. Dort wird die Straßengebühr meist an beschrankten Mautstationen bezahlt. Neben Bar- und Kartenzahlung gibt es auch noch die Möglichkeit, per Mautbox zu bezahlen.

Aufpassen sollten Wohnmobilfahrer in Frankreich, wenn sie die Maut elektronisch bezahlen wollen. Dort gibt es zwei verschiedene Box-Typen. Die Box Liber-t ist für Fahrzeuge bis einschließlich. 3,5 t und 3 m Höhe. Fahrzeuge mit einem zul. Gesamtgewicht darüber brauchen die Mautbox TIS-PL. Die Box TIS-PL funktioniert auch auf sämtlichen Mautstraßen Spaniens.

Auch in Portugal gibt es elektronische Mautboxen (ViaVerde) für die dortige streckenabhängige Maut. Allerdings gibt es die ViaVerde Boxen in vier verschiedenen Klassen. Wohnmobile wählen in der Regel die Klasse 2 (1,10 m und höher bei 2 Achsen) oder Klasse 3 (1,10 m und höher bei 3 Achsen).Vorsicht: In Portugal gibt es mittlerweile Mautstrecken, auf denen die Straßengebühr nur noch elektronisch bezahlt werden kann.

In Spanien und Italien gibt es hingegen jeweils nur eine Mautbox für sämtliche Fahrzeuge: Telepass für Italien und VIA-T für Spanien.

www.tolltickets.com

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