Hebetechnik für schwere Nutzfahrzeuge Gewichtheber

Von Peter Diehl

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Ihre Werkstatt arbeitet auch an Nutzfahrzeugen? Sie wollen hierfür neue Hebetechnik anschaffen? »Fahrzeug+Karosserie« hat acht geeignete Hebebühnen-Bauarten und 15 Anbieter recherchiert. Klar erkennbar sind zwei Trends.

Stempel-Hebebühnen: Möglich sind zwei bis sieben Stempel, von denen in der Regel nur einer ortsfest ist. Die anderen lassen sich durch Verschieben an unterschiedliche Radstände anpassen.
Stempel-Hebebühnen: Möglich sind zwei bis sieben Stempel, von denen in der Regel nur einer ortsfest ist. Die anderen lassen sich durch Verschieben an unterschiedliche Radstände anpassen.
(Bild: Blitz Rotary)

Wer schwere Nutzfahrzeuge heben will, braucht andere Techniken als für Pkw und Transporter. Das betrifft nicht nur die Tragfähigkeit, sondern auch die Bauart. Während Zwei-Säulen-Hebebühnen mit Schwenkarmen im Pkw- und Transporterbereich den Standard darstellen, hat diese Bauart bei schweren Nutzfahrzeugen Seltenheitswert. Hier sind derzeit zwei große Trends erkennbar, bestätigt durch die Tabelle auf Seite 41: Stempel-Hebebühnen mit hintereinander angeordneten Stempeln und Radgreifer-Hebeanlagen. Selbst Vier-Säulen- und Scheren-Hebebühnen spielen heute nur untergeordnete Rollen.

Radgreifer-Hebeanlagen bieten Vorteile: Die Greifer sind verfahrbar, also nicht an einen Arbeitsplatz gebunden und je nach Auslegung auch im Freien einsetzbar. Bei Nichtgebrauch können sie abseits geparkt werden, was mit steigender Greiferzahl jedoch zur Herausforderung wird. Abhängig vom Anbieter ist derzeit der gemeinsame Betrieb von 2 bis 32 Radgreifern möglich. Angeboten werden Anlagen mit elektrohydraulischem und elektromechanischem Antrieb sowie mit Versorgung über das Netz oder Akkus. Rekuperation – beim Absenken des Fahrzeugs – wird auch hier zum Thema und verhilft Werkstätten zu weniger Ladevorgängen.