Spies Hecker

Lackiertipps für den Sommer

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Bei höheren Temparaturen ändert sich das Verhalten der Lackmaterialien – Härter, Verdünnungen und Additive müssen darauf eingestellt werden.
Bei höheren Temparaturen ändert sich das Verhalten der Lackmaterialien – Härter, Verdünnungen und Additive müssen darauf eingestellt werden. (Bild: Spies Hecker)

Hochsommerliche Temperaturen bringen nicht nur die Mitarbeiter ins Schwitzen. Auch das Verhalten des Lackmaterials ändert sich, wenn das Thermometers über 30 Grad Celsius anzeigt. Der Kölner Lackhersteller Spies Hecker gibt Tipps, worauf Lackierer in den Sommermonaten achten sollten.

Wie Jörg Sander, Trainingsleiter von Spies Hecker, erklärt, müssten Verdünnungen, Härter und Additive auf die höheren Umgebungstemperaturen eingestellt werden. Er empfiehlt hier, beispielsweise einen langen Härter für den Klarlack zu verwenden. So würde sich bei extremen Temperaturen für den Permasolid-HS-Speed-Klarlack-8800 der Permasolid-VHS-Speed-Härter-3252-lang eignen. Er sei speziell für hohe Außentemperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit entwickelt worden, erklärt der Experte. Weitere Informationen über den passenden Härter, finden Lackierer auf der Website des Lackherstellers in den Anwendungstechnischen Informationen (ATI).

Kühle Tageszeiten nutzen

Laut Sandner sollte man zudem große Flächen idealerweise in den Morgenstunden lackieren, wenn es noch kühl ist. Gleiches gelte auch für aufwändige Dreischichtlackierungen. Der Tagesablauf im Lackierbetrieb müsse demnach auf die Art der Lackierung und die Größe der Bauteile ausgerichtet werden, so der Experte.

Lackierer sollten allerdings nicht nur die Temperatur im Blick behalten. Auch die Luftfeuchtigkeit könne beim Lackieren entscheidend sein, weiß Sandner. So müsse man beispielsweise bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit die Additive entsprechend anpassen und geeignete Produkte verwenden, so der Trainingsleiter. Verwendet man etwa den Wasserbasislack Permahyd-Hi-TEC 480 müssten Lackierer unbedingt den Klima-Guide nutzen, ergänzt Sandner. Dieser befinde sich in der ATI zum Lackmaterial zu finden. Zudem rät der Spies Hecker-Experte, in den Lackierkabinen ein Thermohygrometer zu installieren. Damit könnten die Lackierer die relative Luftfeuchte und Temperatur immer im Blick behalten.

Vollständiger Arbeitsschutz erforderlich

Keine Alternative gibt es jedoch nach den Worten Sandners beim Thema Gesundheits- und Arbeitsschutz: Auch an heißen Arbeitstagen seien ein vollständiger Lackieroverall und Atemschutz unerlässlich.

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