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Lyst Laufsteg und Showroom – welche Farben gefallen

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Die Modesuchmaschine Lyst wollte wissen, was Trendfarben bei Mode und Autos gemein haben. Dafür analysierte das Unternehmen die jeweiligen Trendfarben für 2018. Das Ergebnis zeigt: Es geht nicht um Auffallen um jeden Preis.

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Die Modesuchmaschine Lyst untersuchte, welche Farben Kunden bei Autos und Kleidung bevorzugen.
Die Modesuchmaschine Lyst untersuchte, welche Farben Kunden bei Autos und Kleidung bevorzugen.
(Bild: Lyst )

Ob beim Auto oder der Kleidung: Farben sind modische Statements. Ob Trendfarben von Bekleidung auch Autofarben beeinflussen, wollte die Modesuchmaschine Lyst (www.lyst.de) genauer wissen. Dafür untersuchte das Unternehmen die Farben der Neuzulassungen bei den jeweils beliebtesten Autos der fünf gefragtesten Marken: VW Golf, Mercedes-Benz C-Klasse, Skoda Octavia, Audi A4 sowie Mini. Für die Auswertung nutzte Lyst die statistischen Daten des Kraftfahrtbundesamtes des Jahres 2018.

Zusätzlich wollte der Suchmaschinenbetreiber wissen, wie viel die beliebtesten Lackierungen kosten. Die Preise entnahmen die Lyst-Analysten nach eigenen Angaben den Onlineshops der Hersteller. Wie das Unternehmen erklärt, habe man für den Vergleich mit den beliebtesten Bekleidungsfarben die Onlinenachfrage von fünf Millionen Shoppern für Modeartikel von über 12.000 Designern im Jahr 2018 untersucht.

Schwarze Autos – weiße Kleidung

Wie die Untersuchung zeigte, waren rund 850.000 neuzugelassene Fahrzeuge im Jahr 2018 entweder grau oder schwarz. Die beiden Farbtöne waren somit die beliebtesten Farben bei Autos – im Gegensatz zur Bekleidung: Hier sank die Nachfrage nach schwarzer und grauer Kleidung um knapp 15 Prozent.

Anders verhält es sich laut der Lyst-Studie bei Weiß. Sowohl bei Kraftfahrzeugen wie auch bei Kleidung verzeichneten die Analysten einen Aufwärtstrend. So waren 720.000 Neufahrzeuge weiß lackiert und auch die Onlinesuchanfragen für weiße Kleidung stieg um 30 Prozent. Blau und rot waren hingegen weniger gefragt.

Neutrale Farben kosten weniger

Die Beliebtheit neutraler Farben bei Pkws mag durchaus auch an den Preisstaffelungen für Farbtöne liegen. So wurden laut der Studie Schwarz, Weiß und Grau bei jeweils zwei (Mercedes und Audi) von fünf der untersuchten Autos ohne Aufpreis angeboten. Durchschnittlich hätte eine weiße Lackierung jedoch 192 Euro gekostet. Damit ist Weiß die preiswerteste Farbe der Analyse, gefolgt von Schwarz mit einem durchschnittlichen Aufpreis von 332 Euro.

Blau sei lediglich beim Skoda Octavia kostenlos gewesen. Bei allen anderen Marken notierten die Lyst-Experten einen durchschnittlichen Mehrpreis von 587,60 Euro. Am teuersten schnitt laut der Untersuchung Rot ab. Die Signalfarbe sei bei jedem Modell mit Mehrkosten von durchschnittlich 643,20 Euro verbunden gewesen. Als besonders kostspielig fiel Rot bei Mercedes-Benz auf (1.356 Euro).

Die Studie zeigt zudem deutliche Unterschiede bei den Preisen für Lackierungen je nach Hersteller. So seien Lackierungen bei Mercedes Benz mit durchschnittlich etwa 642 Euro und Audi (im Schnitt 540 Euro) am teuersten. Bei VW und Skoda hingegen seien sie mit durchschnittlichen 336 beziehungsweise 372 Euro am preiswertesten.

Für Katy Lubin, Kommunikationsdirektorin von Lyst, ist das Ergebnis der Analyse eindeutig: „Obwohl viele Menschen gerne farbenfrohe Kleidung tragen, sind neutrale Töne nach wie vor am beliebtesten. Das gilt auch für Autos: Ein knalliges Auto sorgt zwar für einen besonderen Auftritt, ist aber langfristig vielleicht zu auffällig.“ Deshalb seien sowohl in der Automobil- als auch in der Modeindustrie vor allem „All-Black“ und „All-White“ immer im Trend. Dazu passe gut, dass Autos in den „Nicht-Farben“ am preiswertesten sind, so Lubin.

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