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Sachverständige Leipziger Seminarreihe

| Redakteur: Marion Fuchs

Ende letzten Jahres trafen sich öffentlich bestellte und vereidigte Fahrzeuglackierer-Sachverständige im Maler- und Lackiererhandwerk zum Fort- und Weiterbildungsseminar in Leipzig.

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Marc Steinmetzer, Leiter Qualitätslenkung Lackiererei der Porsche Leipzig GmbH, erläuterte in seinem Vortrag detailliert den Lackaufbau in der Serienfertigung bei den am Standort Leipzig gefertigten Porschefahrzeugen und die Konzernkriterien, die eine Lackierung als i.O. oder nicht i.O. charakterisieren.
Marc Steinmetzer, Leiter Qualitätslenkung Lackiererei der Porsche Leipzig GmbH, erläuterte in seinem Vortrag detailliert den Lackaufbau in der Serienfertigung bei den am Standort Leipzig gefertigten Porschefahrzeugen und die Konzernkriterien, die eine Lackierung als i.O. oder nicht i.O. charakterisieren.
(Bild: Bundesverband Farbe)

Im Dezember 2019 fand das 17. Seminar der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, kurz ö.b.u.v. SV, im Maler- und Lackierer-Handwerk in Leipzig statt.

Der Arbeitskreis der ö. b. u. v. SV mit dem Schwerpunkt Fahrzeuglackierung ist dem Bundesverband Farbe angeschlossen, in dessen Händen auch die Organisation und Durchführung der Fortbildungsreihe liegt. Dr. Albert Bill, der das Tagungsprogramm moderierte, begrüßte die Teilnehmer und stellte die Kollegen Dr. Oliver Nicolai und Torsten Schmidt vor, die zukünftig die Betreuung der Sachverständigen im Bundesverband übernehmen werden.

Den Einstieg in das Tagungsprogramm bildete eine Werksbesichtigung bei Porsche in Leipzig. Hier konnten die Teilnehmer einen Blick in die Montagelinien des Porsche Macan werfen und die Lackieranlage besichtigen. Die Beurteilung von Fahrzeuglackierungen war dann auch der weitere Themenschwerpunkt des ersten Seminartages.

Lackierung in Theorie und Praxis

Von der Werkslackierung ging es dann in den Bereich der Reparaturlackierung und speziell zu den Themen Mehrschichtlackaufbauten im 3- und 4-Schichtbereich, Effektlacke, eingefärbte Klarlacksysteme und Mattlackierungen und deren Erkennbarkeit. Dirk Sauer von der Axalta Coating Systems Germany referierte und demonstrierte den Teilnehmern Aufwand und Reparaturweg, um einen Farbton sach- und fachgerecht nachzustellen.

Christian Petzoldt von der Petzoldt’s OHG Hagen referierte über die unterschiedlichen Lacksysteme z.B. bei Oldtimern, Youngtimern und aktuellen Fahrzeuglackierungen. An unzähligen Beispielen wurden mögliche Schadensbilder aufgezeigt und die Empfehlungen für den fachgerechten Reparaturweg ausgesprochen.

Rechungskorrektur und Schadensfotografie

Der zweite Tag des Fortbildungsseminars begann am Vormittag mit dem Besuch der Firma icam Systems und ClaimsControlling GmbH in Leipzig. Geschäftsführer Frank Hoffmann, unterstützt von seinen Leitenden Mitarbeitern Michael Herrmann, Uwe Schmortte und Carsten Laux, stellte die Philosophie der unterschiedlichen Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe vor. Detailliert wurde das System, welches hinter der Rechnungsprüfung steht, ausführlich erläutert. Beispielhaft wurden Rechnungskorrekturen – auch zur fiktiven Abrechnung - demonstriert und mit den Sachverständigen diskutiert.

Am Ende der zweitägigen Fortbildungsmaßnahme in Leipzig stand das Thema Schadensfotografie im Fokus. Herr Tiedemann (Foto-Zentrum Leipzig) demonstrierte an einem lackierten Karosserieteil die Ablichtung von beschädigten Oberflächen mit Zuhilfenahme von Stativen, Beleuchtung, Dellenreflektoren und Makroobjektiven. Der Seminar-Termin für 2021 ist bereits in der Planung.

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