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Innung Köln Lotse Werner geht von Bord

| Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Großer Festakt in Köln: Der langjährige Geschäftsführer der Innung des Kfz-Handwerks und der Innung des Karosseriebauerhandwerks, Norbert Werner, verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand.

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(Bild: Wenz)

140 Gäste und sieben Laudatoren begrüßte der Moderator der Veranstaltung, Helmut Blümer, heute zu einem großen Festakt in Köln. Grund war die Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers der Kölner Innungen für das Kraftfahrzeugwesen und den Karosseriebau, Norbert Werner. Für die beiden Innungen gibt es die gemeinsame Geschäftsstelle unter Werners Leitung in Köln schon seit 1996.

In dieser Zeit gab es einige herausragende Momente, welche die Laudatoren entsprechend würdigten.

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Rolf Mauss, Obermeister der Kfz-Innung Köln, bezeichnete Werner als vertrauten Wegbegleiter, der den einen oder anderen eingefahrenen Weg verlassen habe. Seinem Engagement sei es zu verdanken, dass die Innungen Köln einen überdurchschnittlichen Organisationsgrad von rund 85 Prozent hätten. Das heißt, 85 Prozent der Kfz-Betriebe in Köln sind in ihrer Innung organisiert. Die Mitgliedschaft in der Innung sei freiwillig, was die Qualität der Innungsarbeit in Köln und deren Bedeutung für die Betriebe unterstreiche. „Norbert Werner hat das Kfz-Innungswesen über Jahrzehnte maßgeblich geprägt“, führte Mauss aus.

So sieht das auch Siegfried Busse, Obermeister der Karosseriebauerinnung Köln. Er bedankte sich dafür, dass Norbert Werner die Karosseriebauer über die vergangenen 25 Jahre mit Herzblut vertreten habe. Ihm sei es zu verdanken, dass in der Innung die Meisterkurse in Abendschule schon seit 1998 angeboten werden können. Auch die Ausbildung zum „geprüften Unfallschadenmanager“ sei auf Werners Engagement zurückzuführen.

ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk sagte, dass sich Norbert Werner das Lob der Obermeister verdient habe. Er richtete die Grüße des ZDK- und ZDH-Vorstands aus. Die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit der beiden Innungen in Köln stieße nicht überall in Deutschland auf Wohlwollen. Dabei sei die gemeinsame Geschäftsstelle von großem Nutzen für die Betriebe – ein Weg, den die Bundesverbände noch vor sich hätten. Hülsdonk erwähnte, dass die Innungen Köln schon dreimal den „Blauen Kaligrafen“ gewonnen hätten. Diese Auszeichnung wird jährlich an Innungen vergeben, die sich besonders um das Kfz-Handwerk verdient gemacht haben. „Ihr habt euch dabei mit euren Projekten gegen 234 Innungen durchgesetzt“, lobte Hülsdonk. Genauso lobte er den hohen Organisationsgrad, die professionelle Betreuung der Betriebe und den Ausbau der Schulungszentren. Werners Nachfolgerin Claudia Weiler übernehme zwei Innungen, die „top dastehen.“

ZKF-Präsident Peter Börner würdigte die Größe der Kölner Innungen mit rund 120 Betrieben. Im Karosseriebauerhandwerk sei nur die Innung Südbayern noch größer. Aber mehr als die Größe zähle ohnehin die Leistung. Und da sei die Innung Köln Benchmark, eben weil man hier in vielen Themen Vorreiter gewesen sei. „In der Innung Köln haben durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit alle gewonnen“, führte Börner aus. Diese gute Arbeit gelte es fortzusetzen, adressierte Börner an Claudia Weiler. Denn am Ende entscheide jeder Betrieb über die Mitgliedschaft in der Innung. In diesem Sinne biete der ZKF Frau Weiler jede benötigte Unterstützung an.

Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Köln , unterstrich die Bedeutung der beiden Innungen Karosseriebau und Kfz. Das Kölner Handwerk erwirtschaftet mit seinen 77 Innungen rund sieben Milliarden Euro im Jahr. Rund ein Viertel dieser Wirtschaftsleistung komme aus den beiden Innungen Karosseriebau und Kfz. „Das Auto ist ein wesentlicher Träger unseres Wohlstands“ unterstrich Duin, der sich schon als Wirtschaftsminister in NRW einen Namen gemacht hatte.

Schließlich bedankte sich Norbert Werner bei den Vorständen der Innungen Karosseriebau und Kfz-Handwerk für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit in den vergangenen 25 Jahren. Auch bei seinen engagierten Mitarbeitern bedankte sich Werner ausdrücklich. „Das Auto ist unser Antrieb. Unsere Branche steht vor großen Herausforderungen mit unterschiedlichen Fragestellungen, die eine Antwort erfordern“, führte Werner weiter aus. Beispielsweise wie Wirtschaft und Gesellschaft mit dem technologischen Wandel umgehen sollten. Es reiche nicht aus, auf die E-Mobilität zu setzen. „Die ist nicht die einzige Lösung für unsere Probleme – und ganz sicher nicht für jeden die richtige“, unterstrich Werner.

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