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IFL Mazda kennzeichnet Austauschteile in Reparaturleitfäden

| Autor: Dr. Holger Schweitzer

Nicht immer können bei einer Reparatur Fensterschacht- oder Seitenführungsleisten zerstörungsfrei demontiert werden – und auch viele Reparaturleitfäden lassen die Anwender im Unklaren. Mazda hat nun reagiert und die Serviceinformationen für seine Fahrzeuge aktualisiert.

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Die Interessengemeinschaft Fahrzeuglackierung informiert, dass Mazda in seinen Reparaturleitfäden künftig Austauschteile separat kennzeichnet.
Die Interessengemeinschaft Fahrzeuglackierung informiert, dass Mazda in seinen Reparaturleitfäden künftig Austauschteile separat kennzeichnet.
(Bild: IFL)

Müssen bei einer Fahrzeuginstandsetzung Fensterschachtleisten, Seitenführungsleisten oder Glasscheiben demontiert werden, ist vorab nicht immer klar, ob dies zerstörungsfrei geschehen kann. Eine Nachbestellung des Ersatzteile muss dann mit dem Versicherer, dem Sachverständigen oder dem Kunden zügig geklärt werden. Darauf weist die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL) in ihrer Technischen IFL-Mitteilung Nr. 18/2020 hin.

Wie die IFL erklärt, seien die Reparaturleitfäden der Hersteller und Importeure hierfür häufig unzureichend ausgeführt. Zudem würden die vorhandenen Informationen von den Datenanbietern unterschiedlich interpretiert.

Geht es um den Ausbau solcher Bauteile, kann der IFL zufolge der Anwender in Kalkulationssystemen zwischen einer „Aus-/Einbau- (a+e)“ und einer „Erneuerungsposition (e)“ wählen. Da allerdings vorab nicht immer klar ist, ob das Anbauteil tatsächlich zerstörungsfrei demontierbar und somit wieder verwendbar ist, wählen laut der Interessengemeinschaft die Anwender meist die Aus- und Einbauposition.

Mazda schafft praxistaugliche Serviceinformationen

Die unzureichenden oder fehlerhaften Reparaturleitfäden führen in der Praxis oft zu vermeidbaren Kürzungen und Diskussionen, so die IFL. Beispielsweise würden etwa Versicherer meist auf die „Aus- und Einbauposition“ mit Verweis auf die„Herstellervorgaben“ beharren. Diese würden häufig im Widerspruch zur Werkstattpraxis stehen, erklärt die Interessengemeinschaft.

Dass es auch anders geht, zeigt nun Mazda. Der japanische Hersteller hat für seine Fahrzeugmodelle eine entsprechende Serviceinformation erstellt. Ab sofort hat Mazda in seinen technischen Unterlagen alle Anbauteile, die nicht zerstörungsfrei demontiert werden können, mit dem Symbol „R-Teil = Austauschteil“ gekennzeichnet.

Die Kennzeichnung ist laut IFL unter anderem für die Modelle Mazda 3 (BM/BN), Mazda 2 (DJ/DL), CX-3 (DK), CX 30 (DM), Mazda 6 (GJ/GL), CX-5 (KE/KF) sowie MX 5 (ND) ab der sechsten Generation verfügbar.

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Über den Autor

Dr. Holger Schweitzer

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Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG