Automechanika 2026 Neue Fahrzeugtechniken nicht zum Problem machen

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

Gigacasting, Datenzugang und Elektrofahrzeug-Bergung – der Tag für Flotten- und Autoversicherer auf der Automechanika bringt Versicherer und Flottenbetreiber zu aktuellen Herausforderungen der Unfallreparatur zusammen.

Flottentag bündelt aktuelle Themen der Unfallschadenabwicklung.(Bild:  Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera)
Flottentag bündelt aktuelle Themen der Unfallschadenabwicklung.
(Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera)

Um den fachlichen Austausch zwischen Unfallreparaturbetrieben, Fuhrparkmanagern und Schadensteuerern zu fördern, veranstaltet die Automechanika am 10. September 2026 einen branchenübergreifenden Thementag. Die Messe Frankfurt organisiert das Programm gemeinsam mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) sowie der Eurogarant Auto Service AG.

Im Zentrum des Programms stehen drei Fachvorträge. Rechtsanwalt Henning Hamann von der Kanzlei Voigt beleuchtet die Rolle des Fuhrparkmanagers und dessen Risiken in der Schadenabwicklung zwischen Haftpflicht und Kasko. Helge Kiebach vom Kraftfahrzeugtechnischen Institut (KTI) referiert über Gigacasting sowie weitere Neuerungen im Fahrzeugbau und deren Auswirkungen auf die Unfallreparatur. Dirk Marichal von ADIS erläutert den Euro DFT und den damit verbundenen Zugang zu Hersteller-Servern für die Unfallreparatur.

Im weiteren Verlauf des Vormittags folgt das Versicherungsforum des ZKF. Verbandsgeschäftsführer Thomas Aukamm sieht die Notwendigkeit für diesen Branchendialog vor allem in den lückenhaften Vorgaben der Autobauer: „Die Herausforderungen sind häufig erheblich, da technologische Neuerungen der Fahrzeughersteller in kurzer Zeit in den Reparaturalltag der Betriebe einfließen. Gleichzeitig berücksichtigen die Reparaturempfehlungen der Hersteller oftmals nicht sämtliche Arbeiten, die für eine fach- und sachgerechte Instandsetzung erforderlich sind. Dadurch entstehen schnell Missverständnisse zwischen Versicherern, Schadensteuerern und Werkstätten. Die Folge sind vermeidbare Reibungsverluste und ein hoher Abstimmungs- sowie Kommunikationsaufwand auf allen Seiten.“

Inhaltlich rückt das Versicherungsforum die Elektromobilität in den Vordergrund. Rainer Kühl (KTI) thematisiert die besonderen Herausforderungen beim Abschleppen und Bergen verunfallter Elektrofahrzeuge – von technischen Anforderungen bis zu versicherungsrechtlichen Fragestellungen. Im Anschluss geht Nicole Meixner vom Caravaning Gutachter Fachverband (CGF e.V.) auf Besonderheiten bei der Unfallinstandsetzung von Wohnmobilen und Caravans ein.

Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ist mit einem eigenen Programmpunkt vertreten: Ein Panel widmet sich zukünftigen Servicemodellen für Fuhrparks. Imelda Labbé, Präsidentin des VDIK, sieht hierbei vor allem die Digitalisierung als Treiber: „In Zusammenarbeit mit den Marken des VDIK können Fuhrparkmanagement-Konzepte und Servicelösungen entstehen, die für Qualität und Kosteneffizienz für Flottenbetreiber sorgen. Connected-Car-Daten und -Plattformen ermöglichen neue technologische Möglichkeiten, die wir auf dem Panel gemeinsam beleuchten werden.“

Zum Ausklang des Tages lädt die Eurogarant ab 16:30 Uhr zu einem Get-together an ihren Stand in Halle 11.1, D64, ein. Ab 17 Uhr folgt eine Happy Hour mit Live-Musik auf dem Freigelände Agora. Die Teilnahme am Programm ist nach vorheriger Online-Registrierung kostenlos.

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