Suchen

Neuer Basislack soll einfach und sicher in der Applikation sein

| Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Kürzlich präsentierte Akzo Nobel Coatings einen neuen Sikkens-Wasserbasislack.

Firma zum Thema

(Archiv: Vogel Business Media)
F+K befragte dazu Armin Dürr, Technical Services Manager DACH (bedeutet: für Deutschland, Österreich und die Schweiz) bei der Akzo Nobel Coatings GmbH in Stuttgart.

F+K: Herr Dürr, wie viele Mischlacke enthält das neue Basislack-System Autowave MM 2.0 insgesamt, und wie viele Mischlacke hiervon sind Aluminium- und Effekt(Interferenz)-Mischlacke?

Dürr: Autowave MM 2.0 ist ein bedeutender Fortschritt in unserer Bindemittel- und Pigmenttechnologie und setzt neue Standards im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit wasserbasierender Basislacke. Das neue Autowave MM 2.0 Basislacksystem enthält insgesamt 68 Mischfarben, darin enthalten sind 30 Aluminium- und Effekt-Mischfarben. Erweitert und verbessert hat sich das Mischsystem durch die Einführung von sieben neuen Aluminium-Tonern, einem neuen Bindemittel sowie Flop Controller. Zusätzlich besteht das System aus 22 Exklusiv-Effektmischfarben, die nicht häufig als Standardpigmentierung vorkommen. Aber wenn sie benötigt werden, sind sie in unseren Niederlassungen bevorratet und schnell für den Kunden verfügbar.

F+K: Wie viele Mischformeln beinhaltet das System heute und bis zu welchem Baujahr reichen sie zurück?

Dürr: Das neue Autowave MM 2.0 umfasst ca. 90.000 Mischrezepturen. Bei bestimmten Farbtönen, die heute noch laufen, gehen die Rezepturen sogar bis in die 70-er Jahre zurück.

F+K: Worin bestehen die Unterschiede zum alten Basislacksystem hinsichtlich der praktischen Anwendung?

Dürr: Autowave MM 2.0 gewährleistet herausragende Leistungen im Hinblick auf Anwenderfreundlichkeit, Farbtongenauigkeit und Prozessgeschwindigkeit. Besonders toll ist, dass der Kunde sich in der grundsätzlichen Verarbeitung, ob Standard oder Nass-in-nass-Applikation nicht umstellen muss. Kurz gesagt: Autowave MM 2.0 ist sehr einfach und sicher in der Applikation und enorm schnell im Ablüftverhalten, was die Prozesszeiten gegenüber dem bisherigen System deutlich verkürzt. Besonders hervorzuheben ist das einfache Einlackieren auch von schwierigsten Farbtönen. Das Ergebnis ist eine sehr gut durchgetrocknete und robuste Oberfläche, die sich hervorragend bearbeiten lässt, was sich beim Schleifen oder Abkleben widerspiegelt.

F+K: Können in einem Mischregal alte und neue Komponenten nebeneinander stehen und benutzt werden?

Dürr: Die alten und neuen Aluminiumtoner lassen sich nicht untereinander mischen! In den Mischrezepturen sind entweder die alten oder neuen Mischfarben enthalten.

F+K: Worin besteht die neue Metallic-Pigmenttechnologie, die Sikkens hervorhebt?

Dürr: Die neuen Pigmente sind mit einer transparenten und homogenen Silikatschicht überzogen. Das bedeutet, dass die gleiche wasserbasierende Binder-Technologie auch für die Herstellung der Metallics verwendet werden kann. Das macht das System stabiler, homogener und einfacher in der Anwendung.

F+K: Wie behält der Anwender die Kontrolle über die Farbtongenauigkeit?

Dürr: Zunächst ist die Wahl der richtigen Farbtonvariante wichtig. Um die Kontrolle des Farbtons und ein perfektes Ergebnis zu gewährleisten, empfehlen wir den Lackierern die Standard-Spritzmethode und die Spritzpistolen-Angaben aus unseren Technischen Merkblättern einzuhalten. Die Merkblätter können auch auf unserer Homepage: www.sikkenscr.de heruntergeladen werden.

F+K: Weiter heißt es bei Sikkens, Autowave MM 2.0 treffe auf Anhieb den ausgewählten Farbton. Wie wird dieses bei verschiedenen Nuancen einer Farbe gewährleistet?

Dürr: Mit Autowave MM 2.0 erreicht der Lackierer auf Anhieb ein perfektes Reparaturergebnis. In Verbindung mit unseren Color Tools geht der Lackierer auch bei Farbtönen und Nuancen auf Nummer sicher. Dazu gehören unser Farbtonmessgerät Automatchic 3, die Colorscala Pro sowie die ausgefeilte Color-Software Mixit Pro – damit lässt sich zuverlässig und schnell der richtige Farbton beziehungsweise, die richtige Variante finden. Gerade die Kombination dieser Color Tools hilft dem Lackierer den Farbtonprozess einfach und effektiv zu machen. Hier bieten wir unseren Kunden in unserem Schulungsprogramm spezielle Color-Prozess Seminare an.

(ID:295)