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Maxus Offizieller Import in Deutschland startet

Autor / Redakteur: ampnet/gr / Andreas Grimm

Die Auswahl an Transporter-Modellen steigt. Vor Kurzem hat der Importeur Maxomotive mit dem Vertrieb von Maxus-Modellen begonnen. Dahinter steckt ein belgischer Konzern, der bereits mit einer Pkw-Marke in Deutschland tätig ist.

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Neues Gesicht in der Transporterwelt: der Hersteller Maxus (im Bild mit dem Modell Deliver 3).
Neues Gesicht in der Transporterwelt: der Hersteller Maxus (im Bild mit dem Modell Deliver 3).
(Bild: Maxomotive)

Nach ersten Testversuchen mit dem Elektrotransporter EV80 macht die chinesische Marke Maxus, eine Tochter des SAIC-Konzerns, nun Ernst: Mit der Gründung der Maxomotive Deutschland GmbH in Köln hat hierzulande der offizielle Import und Vertrieb der chinesischen Nutzfahrzeugmarke mit Schwerpunkt auf dem Segment der E-Transporter begonnen.

Hinter dem Importeur steckt die belgische Alcopa-Gruppe, die seit 2011 in Deutschland die Marke Ssangyong vertreibt. In Europa sind Maxus-Produkte bislang schon in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz erhältlich. In Deutschland waren Maxus-Lieferwagen vom Typ EV80 allerdings bereits seit 2018 unterwegs. Damals hatten SAIC Mobility Europe und der Vermieter Maske Fleet etwa 200 Modelle in den Verkehr gebracht.

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Mit dieser Pilotphase wollte SAIC Erkenntnisse gewinnen, wie der EV80 auf Kunden wirkt. Sie waren scheinbar positiv genug für den Marktstart, der allerdings ursprünglich bereits für 2019 vorgesehen war. Maxus-Modelle werden inzwischen in fast 50 Ländern angeboten.

Maxus will in Deutschland nun zunächst die Transporter E-Deliver 3 (ab 35.000 Euro netto) und EV80 (ab 50.000 Euro netto) anbieten. Letzterer hat eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern und ist in verschiedenen Varianten als förderfähiges E-Auto beim Bafa gelistet. 217 Mal wurden bereits Förderanträge für das Fahrzeug gestellt. Darüber hinaus gibt es das dieselbetriebene Modell Deliver 9 (ab 30.000 Euro netto).

Der chinesische Nutzfahrzeughersteller Maxus gehört heute zum chinesischen SAIC-Konzern, zu der wiederum auch die ehemalige englische Pkw-Marke MG zählt. Ursprünglich war der Maxus ein Fahrzeug des seit 2009 nicht mehr existierenden britischen Nutzfahrzeugherstellers LDV, an dem zuletzt auch der russische Hersteller GAZ beteiligt war und Transporter unter dem Markennamen Maxus produziert hat.

Vor sechs Jahren wurden die Firmenreste von SAIC übernommen. In den Nutzfahrzeug-Spezialisten hat SAIC umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro investiert, um Sicherheit und Antriebstechnologie zu verbessern und die Modellpalette zu erweitern.

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