Kühlmittelservicegerät für E-Fahrzeuge Optische Täuschung

Von Peter Diehl

Anbieter zum Thema

Es wirkt wie eine Kombination aus Klimaservice- und Ölablassgerät, doch tatsächlich ist es ein Kühlmittelservicegerät für batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge. »F+K« hat recherchiert, wann es gebraucht wird und wie es funktioniert

Auch batterieelektrische Fahrzeugantriebe müssen gekühlt werden. In der Regel erfolgt das mit konventionellem Kühlmittel.
Auch batterieelektrische Fahrzeugantriebe müssen gekühlt werden. In der Regel erfolgt das mit konventionellem Kühlmittel.
(Bild: Diehl – »Fahrzeug+Karosserie«)

Die Recherche zu diesem Artikel begann mit einem Foto, aufgenommen auf dem Stand des Werkstattausrüsters Texa während der Messe Autopromotec 2022 im italienischen Bologna. Zu sehen ist unzweifelhaft ein Gerät für den Autoservice – wie es scheint, ein Zwitter aus Klimaservice- und Ölablassgerät. Auf Nachfrage bei Texa stellte es sich als Kühlmittelservicegerät für batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge heraus. Die VAS-Nummer 531 011 verdeutlicht, dass es sich um ein für Volkswagen entwickeltes Gerät handelt. Ein nach Wolfsburg gesendeter Fragenkatalog blieb jedoch unbeantwortet. Klarheit verschaffte hingegen ein Gespräch mit Texa-Geschäftsführer Oliver Schilling.

Zunächst Grundsätzliches. Auch die Antriebskomponenten von batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen müssen gekühlt werden. Das erfolgt in der Regel mit der von Verbrennungsmotoren bekannten Mischung aus Wasser, Glykol und Additiven, was in Summe zudem für Korrosions- und Frostschutz sorgt. Und wie bei Verbrennungsmotoren gibt es auch bei elektrischen Antrieben markenspezifische Unterschiede in der Kühlmittelzusammensetzung. Somit bestehen bei Kühlsystemen elektrischer Antriebe dieselben Herausforderungen wie bei solchen von Verbrennungsmotoren: Leckagen, Verunreinigungen und Wechselintervalle. Welche weiteren Möglichkeiten der Kühlung von elektrischen Antriebskomponenten bestehen, verrät der Infokasten auf Seite 27.