Suchen

Magirus Rettungssysteme erneuert

| Redakteur: Marion Fuchs

Bei der Berufsfeuerwehr München sind seit kurzem 15 neue Drehleitern des Ulmer Anbieters von Brandschutz- und Katastrophenschutz-Technik im Einsatz. In München setzt man seit Jahrzehnten auf die Magirus-Rettungsgeräte.

Firmen zum Thema

15 neue Drehleitern für München- Symbolische Schlüsselübergabe.
15 neue Drehleitern für München- Symbolische Schlüsselübergabe.
(Bild: Magirus)

Niedrige Torbögen, enge Altstadtgassen und zunehmende Verkehrsdichte erschweren der Münchener Feuerwehr die Einsatzfahrten. Diesen besonderen Anforderungen hinsichtlich Abmessungen und Wendigkeit entspricht das Magirus-Drehleiterkonzept niedere Bauart (n.B.). Der Leiter der Branddirektion München, Diplom-Ingenieur Wolfgang Schäuble, nahm von Marc Diening, CEO von Magirus, einen symbolischen Schlüssel für 15 baugleiche Drehleitern des Typs M32L-AS n.B. entgegen. Seit 1980 setzt man bei der Feuerwehr München bereits auf Drehleitern von Magirus. Regelmäßig wurden sie seither durch weiterentwickelte Generationen ersetzt.

Das Drehleiterfahrzeug kombiniert eine Fahrzeuggesamthöhe von drei Metern mit einer Gesamtbreite von 2,40 Metern. „Die Drehleitern der niederen Bauart gewährleisten eine direkte und schnelle Anfahrt und stellen verlässlich die Personenrettung in München und Umgebung sicher“, unterstreicht Oberbranddirektor Schäuble. Die von Magirus angestoßene Entwicklungsarbeit mit dem Fahrgestell-Hersteller Iveco bildet die Grundlage für die kompakten Abmessungen.

Die lenkbare Hinterachse macht das Fahrzeug wendiger

Im Vergleich zu einem Standard-Eurocargo-Fahrgestell der 16-Tonnen-Klasse wird die Fahrerkabine vor der Vorderachse positioniert und tiefer abgesetzt. Einen Vorteil für die Anfahrtszeit ist die Wendigkeit des Fahrzeugs. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h lenkt die Hinterachse selbständig mit. Ein reduzierter Wendekreis von ca. 14 Metern erlaubt einfaches Manövrieren.

Bei der Drehleiterkonfiguration hat sich die Münchner Feuerwehr auf die Gelenkarmtechnik festgelegt. Die M32L-AS verfügt über einen vierteiligen Leitersatz mit Single-Extension-Technik. Im Vergleich zu Standarddrehleitern steht für den Rettungseinsatz auch eine erweiterte Ausladung zur Verfügung. Über den Gelenkarm kann der Rettungskorb RC300 per Knopfdruck direkt vor dem Fahrerhaus ablegt werden. Der Magirus Soforteinstieg erleichtert das Einsteigen in den Korb sowie das Anbringen unterschiedlicher Anbauteile wie etwa Krankentragelagerung, Wasserwerfer, Kettensäge oder Zusatzscheinwerfer auf die beiden Multifunktionssäulen. Dank der Überwachungskameras im Korb sowie im Drehpunkt des Gelenkarms behält der Maschinist jederzeit den Überblick.

Rettungskorb für besonders schwere Personen

Als Ergänzung für die Rettung adipöser Personen beschaffte die Münchner Feuerwehr zusätzlich zwei Magirus Rescue Loader RL500. Die Umrüstung einer Drehleiter in ein hochspezifisches Rettungsgerät ist mit ihnen in weniger als zwei Minuten möglich. Ein solches Rettungssystem, mit einer Nutzlast von 500 kg, wird anstelle des Rettungskorbes an der Leiterspitze eingehängt. Zahlreiche Steuerungsfunktionen - abrufbar auch per Fernbedienung - sind genau für diese Aufgabenstellung entwickelt worden und sorgen für einen effizienten und sicheren Rettungseinsatz.

(ID:44839078)