PPG/ Williams Martini Spezielle Lacke für die Formel-1

Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Der Lackhersteller PPG das Formel-1-Team Williams Martini Racing feiern ihre 15-jährige Zusammenarbeit.

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PPG ist seit 15 Jahren offizieller Lacklieferant des Formel 1 Teams Williams Martini.
PPG ist seit 15 Jahren offizieller Lacklieferant des Formel 1 Teams Williams Martini.
(Bild: PPG)

Seit 15 Jahren arbeiten der Lackhersteller PPG und das Formel-1-Team Williams Martini Racing eng zusammen. Dabei sorgt PPG als offizieller Williams Lacklieferant dafür, dass die Fahrzeuge wie neu aussehen, während sie mit Geschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometer unterwegs sind und dabei mit Kies und Schotter bombardiert werden. Hierfür haben die Hildener Lackprofis ein beständiges, hochauflösendes Oberflächenfinish entwickelt.

Doch das Erreichen des richtigen Looks hat laut dem Unternehmen auch einen Nachteil: Je mehr Lackmaterial auf den Wagen aufgebracht werden muss, desto schwerer wird das Fahrzeug. In einem Sport, bei dem Erfolg in Bruchteilen einer Sekunde gemessen wird, könnten 80 Gramm zusätzliches Gewicht, etwa durch die Beschichtung von Abdeckungen, die Performance eines Wagens dramatisch beeinflussen. Der Lackhersteller hat speziell hierfür ein Lacksystem entwickelt, das laut PPG eine zusätzliche Lackschicht unnötig macht. So könne Williams, das zusätzliche Gewicht während des Beschichtungsprozesses um 48 Prozent minimieren.

Bis die geeignete Lackformel für die Rennwagen des Teams gefunden war, testete der Lacklieferant 36 verschiedene Primer und Kombinationen. Zudem seien individuelle Abdeckungen wurden vor und nach der Beschichtung gewogen worden, um sicherzustellen, dass sie ihr Zielgewicht nicht überschreiten.

Der Lackhersteller hat zudem kürzlich ein semi-mattes Finish speziell für Rennwagen entwickelt. Es soll die Blendwirkung der leuchtenden und hellen Farben reduzieren, die die traditionellen hochglänzenden Oberflächen ersetzen.

Paddy Lowe, Chief Technical Officer bei Williams Martini, sagt: „Wir streben beständig danach, Gewicht zu sparen, ein Fokus auch in der Entwicklung des FW41, daher sind PPGs Unterstützung und Innovation hier von signifikanten Wert für uns.“ Die Möglichkeit, schnellere Rundenzeiten zu erreichen hätte sich erhöht, da weniger Lackmaterialien für den Auftrag erforderlich seien.

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