Vermessen Spurlos unterwegs?

Von Steffen Dominsky

Kraftstoffkosten von bis zu mehreren Tausend Euro pro Jahr verballern die, die mit einem verstellten Fahrwerk unterwegs sind. Dabei sind die Einstellung und auch die Technik dafür beileibe kein Hexenwerk, wie das Beispiel Josam Richttechnik zeigt.

Der neue Heckträger dient angeschraubt bei Transportern (mit Heckklappe) als praktische Aufnahme für das Messlineal.
Der neue Heckträger dient angeschraubt bei Transportern (mit Heckklappe) als praktische Aufnahme für das Messlineal.
(Bild: Dominsky / »kfz-betrieb«)

Die paar Minuten!“, denkt sich so manch gestandener Mechaniker – gemeint sind die mit dem Winkel, sprich Winkelminuten. Einige, selbst hoch bis zum Werkstattmeister, argumentieren vor sich selbst auch: „Das eine Grad hin oder her!“ Doch was sich in der Theorie nach den viel zitierten Peanuts anhört, ist es in der Praxis nicht – im Gegenteil. „Gerade bei schweren Nutzfahrzeugen mit Jahresfahrleistungen im sechs­stelligen Bereich bzw. bei solchen mit acht, zehn oder noch mehr Rädern spielt das Thema ‚korrekte Achseinstellung‘ eine verdammt wichtige Rolle“, erklärt Bernd Kühling, Geschäftsführer bei der Josam Richttechnik GmbH.

Und damit meint er nicht nur den Sicherheitsaspekt. Schließlich macht nur ein nach Herstellerangaben eingestelltes Fahrwerk, was es soll. Das heißt, es fährt sicher dorthin, wo der Fahrer will. Nein, damit meint der Josam-Deutschland-Chef auch den monetären Aspekt, den die Sache mit sich bringt. Denn dass eine „krumme“ Fahrwerksgeometrie dazu führt, dass sich Reifen deutlich schneller abfahren, das weiß selbst Opa Horst vom Stammtisch.