MAN TGE 4x4 als Globetrotter

Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Die hausinterne MAN-Umbauschmiede BMC (Bus Modification Center) präsentiert auf der CMT in Stuttgart erste Konzepte des TGE zum Dual-Use-Vehicle.

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Die Fahrzeuge sind nicht als reisefertige Wohnmobile konzipiert. Vielmehr dienen sie als Basis für die spezifischen Wünsche der Kunden.
Die Fahrzeuge sind nicht als reisefertige Wohnmobile konzipiert. Vielmehr dienen sie als Basis für die spezifischen Wünsche der Kunden.
(Bild: MAN)

Nachdem der neue MAN Transporter bereits als Begleitfahrzeug für Schwertransporte und rollendes Hotel für Crews unterwegs ist, soll er sich nun auch als Freitzeitmobil beweisen. Die MAN-Umbauschmiede BMC (Bus Modification Center) hat hierfür zwei Protoypen der TGE-Reisemobile als Ideenträger gebaut. Nun präsentieren die Plauener Spezialisten diese sogenannten Dual-Use-Vehicles auf der Touristik-Messe CMT in Stuttgart vom 13. bis 21. Januar.

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Basis für beide Fahrzeuge ist ein TGE 4x4 Kastenwagen mit Standard-Radstand und Hochdach. Als Motorisierung dient ein 1.968 cm3 großer Dieselmotor mit 130 kW / 177 PS. Während der erste Prototyp den Grundgedanken der Variabilität zum Dual-Use-Vehicle für zwei Personen folgt, präsentiert sich das zweite Konzept im klassischen Grundriss festeingebauter Inneneinrichtungen.

Beide Fahrzeuge sollen jedoch nicht als reisefertiges Wohnmobil verstanden werden, sondern vielmehr als Basis mit viel Raum für die spezifischen Wünsche des Endkunden. So können die Möbel herausgenommen und an verschiedenen Orten platziert werden. Dies soll vor allem Kunden entgegenkommen, die eher sportliche Freizeitaktivitäten mit teurem Equipment im Fokus haben als das konventionelle automobile Reisen in den Urlaub. Anders gesagt: Unter der Woche transportiert der TGE das Arbeitsgerät im Beruf, am Wochenende die Mountainbikes oder den Heißluftballon im Nebenjob oder Hobby.

„Bei dem zweiten Fahrzeug haben wir neben einer Nasszelle auch ein Aufstelldach verbaut, wie es sonst eigentlich nur bei kleineren Fahrzeugen zu finden ist. Damit wollen wir unsere Kompetenz und Erfahrung in der Individualisierung von Fahrzeugen zeigen. Diese gründet sich vor allem im klassischen B2B-Geschäft auf den Ausbau von Reisebussen an gewerbliche Kunden“, so Heinz Kiess, Senior Manager Sales & Marketing des BMC.

Beide Fahrzeuge verfügen zudem über eine Fahrwerkshöherlegung sowie breite Geländereifen. Neben dem individuellen Charakter sollen diese Modifikationen für eine Verbesserung der Fahreigenschaften abseits befestigter Straßen sorgen.

Die beiden Prototypen sind auf dem Stand des BMC (E026) in der Halle 1 zu sehen.

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