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Verkehrsunfälle 2019 mit weniger Verkehrstoten, aber mehr Unfällen

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen: Bei mehr Verkehrsunfällen gibt es weniger Verkehrstote. In einer Gruppe häufen sich allerdings die Todesfälle.

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Immer weniger Menschen sterben bei Verkehrsunfällen. 2019 verzeichnete das Statistische Bundesamt sogar den niedrigsten Stand seit über 60 Jahren.
Immer weniger Menschen sterben bei Verkehrsunfällen. 2019 verzeichnete das Statistische Bundesamt sogar den niedrigsten Stand seit über 60 Jahren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist gesunken. Dies gab am Dienstag das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt. Demnach starben im vergangenen Jahr 3.046 Menschen im Straßenverkehr. Das sind laut Destatis 229 weniger als 2018. Der niedrigste Wert seit über 60 Jahren! Und das, obwohl die Polizei mehr Verkehrsunfälle denn je zählte. Insgesamt waren es 2,7 Millionen und somit so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnung nach der Wiedervereinigung 1991.

Nicht nur bei den Unfalltoten, auch bei den Verletzten ist die Zahl rückläufig. Das Statistische Bundesamt verzeichnet hier für 2019 einen Rückgang um drei Prozent auf 384.000 Menschen. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr bei rund elf Prozent der Unfälle eine Person getötet oder verletzt.

Betrachtet man, wo sich die meisten Unfälle mit Personenschaden ereignen, zeigt sich laut Destatis wie in den Vorjahren auch, dass die meisten Verkehrsteilnehmer bei Unfällen innerorts (69,2 %) zu Schaden kommen. Allerdings starben die meisten Menschen bei Unfällen auf Landstraßen (57, %).

Radfahrer stark gefährdet

Eine bemerkenswerte Beobachtung machten die Mitarbeiter des Bundesamts in Bezug auf die Verteilung der tödlichen Unfälle nach der Art des genutzten Verkehrsmittels. So sank die Zahl der getöteten Pkw-Insassen seit 2010 um gut 26 Prozent. Auch starben knapp 15 Prozent weniger Fußgänger und Fahrer von Krafträdern als noch 2010.

Lediglich bei den Radfahrern stieg die Zahl der Verkehrstoten um bemerkenswerte 16,8 Prozent. Das Statistische Bundesamt führt diese Entwicklung darauf zurück, dass die Fahrradsaison in jüngster Zeit immer länger wurde und dass gleichzeitig mehr Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln. Dies sei daran zu erkennen, dass sich mehr Fahrradunfälle werktags als an den Wochenenden ereignen.

Das Statistische Bundesamt weist dennoch darauf hin, dass 2019 deutlich mehr Pkw-Insassen als andere Verkehrsteilnehmer bei Verkehrsunfällen starben. 1.364 Menschen kamen laut Destatis in einem Pkw ums Leben. Mit großem Abstand folgen andere Beteiligte: 605 waren auf einem Kraftrad unterwegs, 445 auf einem Fahrrad und 417 zu Fuß.

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