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Betriebsvergleich: Hilfen für die Werkstatt

| Redakteur: Christopher Kampfmann

Karosserie- und Lackbetriebe sind hinsichtlich ihrer Betriebsgröße oder Mitarbeiter-Auslastung sehr heterogen. Das geht aus dem Betriebsvergleich des Spies-Hecker-Profi-Clubs hervor.

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Der Betriebsvergleich soll Betrieben helfen, die eigene Marktposition einzuschätzen.
Der Betriebsvergleich soll Betrieben helfen, die eigene Marktposition einzuschätzen.
(Foto: Spies Hecker)

Die aktuellen Zahlen des Betriebsvergleichs des „Spies Hecker Profi-Clubs“ zeigen ein sehr heterogenes Bild der Karosserie- und Lack-Betriebe in Deutschland. Betrieben mit nur 140.000 Euro Umsatz in diesem Geschäftsfeld stehen Unternehmen mit fast 5 Millionen Euro Umsatz gegenüber. Auch die Auslastung der K&L-Mitarbeiter schwankt stark zwischen etwa einem Drittel und mehr als 100 Prozent.

Die Extremwerte der Umfrage zeigen, dass die Ergebnisse des Betriebsvergleichs für Werkstätten hilfreich sein können, ihre Marktposition realistisch einzuschätzen. Der Betriebsvergleich untersucht dazu verschiedene Kennzahlen von Karosserie- und Lackierbetrieben zu Auftragslage, Produktivität, Forderungsmanagement und Preislegung.

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Berücksichtigt werden bei der Erhebung Betriebe verschiedener Größen, wobei die durchschnittlichen Umsatzerlöse der teilnehmenden K&L-Betrieben gut 1,18 Millionen Euro betrugen. Für Mitarbeiter gaben die Betriebe im Durchschnitt 38,4 Prozent vom Umsatz aus.

Die Erhebung zeigt, dass Versicherungs- und Leasinggesellschaften inzwischen die wichtigsten Umsatzbringer in deutschen Karosserie- und Lackierbetrieben sind, noch vor Autohaus- und Werkstattkunden sowie Privatkunden. In dieser Entwicklung spiegelt sich die wachsende Bedeutung der Schadensteuerung durch Versicherungs- und Leasinggesellschaften wider.

Interessanterweise realisierten die Betriebe im Kundenkreis Versicherungs- und Leasinggesellschaften den höchsten durchschnittlichen Stundenverrechnungssatz. Für Lack-Arbeiten zahlten die Autohaus- und Werkstattkunden 87,53 Euro, Privatkunden 85,98 Euro und die Versicherungs- und Leasinggesellschaften 88,04 Euro. Für Karosserie-Arbeiten lagen die Durchschnittswerte für Autohaus- und Werkstattkunden bei 83,23 Euro, für Privatkunden bei 82,76 Euro und für Versicherungs- und Leasinggesellschaften bei 84,59 Euro.

Problem offene Forderungen

Der Betriebsvergleich 2014 zeigte auch, dass das Thema offene Forderungen ein Problem ist, mit dem viele Betriebe heute kämpfen müssen. Die Höhe der nicht bezahlten Rechnungen betrug im Mittel pro Betrieb 82.900 Euro. Das Spektrum reichte dabei von 80 Euro bis zu 582.400 Euro an Außenständen. „Hier ist künftig ein stärkeres Forderungsmanagement gefragt: Als Faustregel gilt, dass ein Monatsumsatz an Außenständen nicht überschritten werden sollte“, betont Michael Wellnitz, Vorstandsvorsitzender des Profi-Clubs.

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