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Ford Biometrisch gefertigtes Felgenschloss lässt Diebe verzweifeln

| Redakteur: Andreas Grimm

Eine Sicherungsmutter fürs Alu-Rad, deren Form durch die Stimme des Autobesitzers individualisiert wird? Klingt im ersten Moment ziemlich abgefahren, ist aber bei Ford Realität geworden – aus gutem Grund.

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Der linke Bolzen dient als Felgenschloss, denn einmal als Radmutter eingedreht geht der Bolzen nur noch mit dem individuell gefertigten „Schlüssel“ (re.) aus der Bohrung.
Der linke Bolzen dient als Felgenschloss, denn einmal als Radmutter eingedreht geht der Bolzen nur noch mit dem individuell gefertigten „Schlüssel“ (re.) aus der Bohrung.
(Bild: Ford)

Ford hat ein bislang einzigartiges System entwickelt, um Rad- und Felgendiebe an ihrem sinisteren Geschäft zu hindern. Mittels 3D-Druck lässt der Autobauer eine spezielle Sicherungsmutter herstellen, deren individuelle Form durch die Stimme des Fahrzeugbesitzers bestimmt wird. Denn die Stimme kann wie ein Iris-Scan oder ein Fingerabdruck beim Smartphone für die biometrische Identifikation eines Menschen verwendet werden.

Hintergrund ist das Wettrüsten zwischen Dieben und Sicherheitsexperten in der Autobranche. Zwar werden die Sicherheitssysteme von modernen Fahrzeugen immer ausgeklügelter. Diebesbanden verlegen sich daher zunehmend auf Anbauteile wie etwa teure Leichtmetallfelgen. Eine Abwehrmethode: Die Verwendung von je einer Sicherungsmutter pro Rad, die nur mit einem besonderen Adapter für den Schraubenschlüssel zu lösen sind. „Aber auch solche Felgenschlösser schützen nicht hundertprozentig vor Diebstahl“, ist laut Ford das ernüchternde Ergebnis.

Die obere Radmutter ist die Spezialanfertigung. Sie ist nur mit dem individuellen Gegenstück zu lösen. Diebe haben – zumindest auf die Schnelle – keine Chance, das Rad komplett zu lösen (zum Vergrößern bitte klicken).
Die obere Radmutter ist die Spezialanfertigung. Sie ist nur mit dem individuellen Gegenstück zu lösen. Diebe haben – zumindest auf die Schnelle – keine Chance, das Rad komplett zu lösen (zum Vergrößern bitte klicken).
(Bild: Ford)

Nun also die biometrische Sicherung: Ingenieure nehmen dazu die Stimme des Fahrzeugbesitzers auf, etwa den Satz „Ich fahre einen Ford Mustang“. Eine Software verwandelt das digitalisierte Sprachmuster in ein druckbares Motiv. Und das dient als Designvorlage für die Herstellung einer einzigartig geformten Radmutter und des dazugehörigen Schraubenschlüssels beziehungsweise Adapters.

Im nächsten Schritt werden Radmutter und Schlüsselkopf als ein Teil per 3D-Druck aus säure- und korrosionsbeständigem Edelstahl gefertigt und anschließend getrennt. Ihr ungleichmäßiger Verlauf verhindert, dass ein Dieb einen Wachsabdruck machen kann, weil das Wachs sofort bricht, sobald es wieder von der Mutter abgezogen wird. Potenzielle Raddiebe sollen sich an den „Stimm-Radmuttern“ die Zähne ausbeißen.

Es müssen jedoch nicht zwangsläufig Stimmen für diese neue Art der Radsicherung verwendet werden. Es lassen sich auch vorhandene Formen aufgreifen, die für ein Fahrzeug spezifisch sind, zum Beispiel das Mustang-Logo, wahlweise können auch die Initialen des Fahrers verwendet werden oder eigene Lieblingsmotive wie der Umriss einer berühmten Rennstrecke. Bei der Gestaltung der Felgenschlösser sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

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