Busching: Abgerissene Glühstiftspitzen präzise ausbohren

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Viele Werkstätten wechseln defekte Stabglühkerzen oft nur ungern aus oder lehnen die Arbeit bereits von vornherein ab – denn der Ausbau ist heikel. Ein neuer Werkzeugsatz schafft nun Abhilfe.

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Mit einem Flughammer entfernt der Monteur die angebohrte Glühkerzenspitze.
Mit einem Flughammer entfernt der Monteur die angebohrte Glühkerzenspitze.
(Bild: Busching)

Die dünne Glühspitze moderner Stabglühkerzen bleibt oft durch Korrosion und Verkokung in dem engen Zugangskanal zum Brennraum stecken und reißt beim Ausbau ab. Die bisher erforderliche Demontage des Zylinderkopfs bedeutete oft das wirtschaftliche Aus für das gesamte Fahrzeug. Mit dem Ausbohrersatz 100772 kann der Monteur abgerissene Glühstiftspitzen aus der Glühkerzenbohrung laut Anbieter ohne teure Zylinderkopfreparatur entfernen. Ein spezieller Zentrieradapter führt den Spezialbohrer beim Bohren präzise mittig. So kann der Monteur in die stecken gebliebene Glühspitze zuerst ein Kernloch bohren. Dann schneidet er je nach Glühspitzendurchmesser (an neuer Glühkerze abmessen) ein Gewinde in M3 oder M4 für die Ausziehstange des mitgelieferten Flughammers hinein und zieht mit dosierten Schlägen das Metallstück heraus. Falls sich kein Gewinde einschneiden lassen sollte, kann der Monteur die Glühkerzenspitze mit der beiliegenden Schlagstange und einem normalen Hammer auch in den Brennraum stoßen und danach mit einem Magneten durch das Injektorloch herausfischen. Vorsicht: Das gelingt nur wenn sich der Injektor entfernen lässt! Der Kolben darf dabei auch nicht im oberen Totpunkt stehen.

Der Werkzeugsatz mit der Artikel-Nr. 100772 ist für alle gängigen Glühkerzengrößen (M8 x 1, M9 x 1, M10 x 1 und M10 x 1,25) geeignet. Er ist im einschlägigen Fachhandel oder bei Vogel Forma erhältlich und kostet 198 Euro.

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