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Continental Den toten Winkel nachträglich eliminieren

| Autor: Jakob Schreiner

Mit einem nachrüstbaren Abbiegeassistenten will Continental Nutzfahrzeuge sicherer machen. Das auf Radartechnologie basierende System soll sich leicht montieren lassen und ist dank einer Betriebserlaubnis förderfähig.

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Der Abbiegeassistent von Continental erkennt schwächere Verkehrsteilnehmer durch Radarsensoren.
Der Abbiegeassistent von Continental erkennt schwächere Verkehrsteilnehmer durch Radarsensoren.
(Bild: Continental)

Der Automobilzulieferer Continental bringt einen nachrüstbaren Abbiegeassistenten auf den Markt. Der „Rightviu“ besitzt laut Herstellerangaben eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und erfüllt somit die entscheidende Bedingung für eine staatliche Förderung. Das System soll ab dem Sommer 2020 verfügbar sein und über den Fachhandel bestellt werden können.

Continental setzt auf ein ausschließlich radarbasiertes System, das anders als kamera- oder ultraschallbasierte Assistenten, zuverlässig erkennen soll, ob es sich bei dem Objekt im toten Winkel tatsächlich um einen Radfahrer oder Fußgänger handelt. An der Fahrzeugseite kann ein Raum von 4 auf 14 Metern überwacht werden. Sollte sich darin jemand befinden, warnt das System den Lkw-Fahrer optisch und akustisch.

Der Abbiegeassistent von Continental ist leicht nachzurüsten, weil er für eine Anbringung direkt unterhalb der gängigen Rückspiegel ausgelegt ist.
Der Abbiegeassistent von Continental ist leicht nachzurüsten, weil er für eine Anbringung direkt unterhalb der gängigen Rückspiegel ausgelegt ist.
(Bild: Continental)

Bei dem Nachrüstsystem wird auf ein Display verzichtet. Die zusätzliche Displayinformation, wo sich die Person befinde, sei in diesem Moment häufig gar nicht relevant, meint der Hersteller. Falls dennoch eine bildliche Darstellung gewünscht ist, bietet Continental auch diese Option an.

Das System soll sich mit nur geringen Eingriffen in das Fahrzeug integrieren lassen. Da es den vorhandenen CAN-Bus nutzt, müssen keine Kabel nachträglich gezogen werden. Bohrungen an der Fahrzeugkarosserie sind ebenfalls nicht nötig.

Damit der Erfassungsbereich des Radars zur Aufgabe passt, muss dieser in mindestens zwei Metern Höhe angebracht werden – eine Bedingung, die an nahezu allen Bussen und schweren Lkws zu erfüllen sein dürfte.

Laut Continental arbeiten die Entwickler des Unternehmens zurzeit auch an einem Nachrüstsystem für leichte Nutzfahrzeuge.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik