Kia Der E-Niro als Last-Mile-Minivan

Autor Dr. Holger Schweitzer

Nutzfahrzeuge von Kia gibt es bislang nicht. Mit einem Pilotprojekt für elektrisch angetriebene Lieferfahrzeuge wollen die Koreaner das nun ändern.

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Kia will in einem Pilotprojekt aus dem E-Niro ein elektrisch angetriebenes Lieferfahrzeug für die „Letzte Meile“ machen.
Kia will in einem Pilotprojekt aus dem E-Niro ein elektrisch angetriebenes Lieferfahrzeug für die „Letzte Meile“ machen.
(Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Der koreanische Fahrzeughersteller Kia will das Geschäft mit zweckgebundenen Spezialfahrzeugen (Purpose Built Vehicles – PBV) aufbauen. In einem ersten Schritt will er in der ersten Jahreshälfte in einem Pilotprojekt Spezialfahrzeuge für den „Last-Mile“-Liefermarkt in Singapur erproben. Der Hersteller kooperiert dabei mit dem Start-up „S.lab Asia“, das sich auf Behälter für Kühlketten-Lieferungen spezialisiert hat.

Basis für das Projekt ist der Kia E-Niro. Das Fahrzeug soll modifiziert und auf den „Letzte-Meile-Transport“ optimiert im Stadtzentrum von Singapur eingesetzt werden. Der Innenraum des Fahrzeugs wird auf ein möglichst einfaches Be- und Entladen der Kühlboxen des Start-ups angepasst. Zudem wird das Ladevolumen des E-Niro vergrößert.

Mit dem Projekt wollen die Koreaner Erfahrungen bei der Entwicklung elektrisch angetriebener Spezialfahrzeuge für Letzte-Meile-Lieferdienste sammeln. Außerdem wollen sie Know-how aufbauen, um eine „Fahrzeuge als Service“-Plattform für den Flotten- und Leasingmarkt zu entwickeln. Strategisch hat sich Kia ambitionierte Ziele gesetzt: Es strebt nach eigenen Angaben eine führende Rolle im globalen PBV-Markt an und will dafür eine Vielfalt an Spezialfahrzeugen entwickeln. Dazu gehören neben Last-Mile-Fahrzeugen beispielsweise autonom fahrende Shuttles.

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