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Der Ford Transit wird 50

| Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Das legendäre Nutzfahrzeug von Ford feiert im August seinen 50. Geburtstag.

Die aktuelle Baureihe des Ford Transit.
Die aktuelle Baureihe des Ford Transit.
(Archiv: Vogel Business Media)

Seit dem Produktionsstart am 9. August 1965 im englischen Ford-Werk in Langley wurden bis heute über acht Millionen Transit und Transit Custom hergestellt. Statistisch gesehen kaufen die Kunden im Durchschnitt alle drei Minuten einen Transit. Würden alle jemals hergestellten Transit in einer Reihe hintereinander geparkt, umrundete diese Fahrzeugschlange einmal den kompletten Globus.

"Der Ford Transit spielt eine bedeutende Rolle im Leben und bei der Arbeit von Millionen von Menschen. Ob auf der Baustelle, bei der Zustellung von Paketen oder beim Transport von Patienten ins Krankenhaus: Auf der ganzen Welt verlassen sich Menschen auf den Transit, um ihren Job zu erledigen", sagt Barb Samardzich, Chief Operating Officer, Ford of Europe.

Der Ford Transit der ersten Generation war bereits zur Markteinführung vor fünf Jahrzehnte in zwei Radständen, zwei Dachhöhen sowie 18-Tür-Kombinationen erhältlich. Hinzu kamen von Beginn an  viele Karosserie-Versionen wie Kastenwagen, Kombi, Bus, Panorama-Bus, Hoch- und Tiefladepritsche, Fahrgestell mit Fahrerhaus und Doppelkabine. Ergänzend fächerte sich der Transit in gleich sechs Gewichtsklassen vom FT 600 bis zum FT 1750 auf. Die Buchstaben "FT" standen für Ford Transit, die Zahl bedeutete die Nutzlast in Kilogramm. Die Spanne des zulässigen Gesamtgewicht reichte bereits damals von 1,9 bis 3,25 Tonnen.

Aus dieser ersten Transit-Generation entwickelte sich eine vielseitige Baureihen: Die aktuelle, sechste Transit-Generation - sie kam 2014 auf den Markt - ist für die europäischen Märkte in über 450 Modell-Varianten lieferbar. Darunter befinden sich Personentransporter als Kombi oder in Bus-Ausführung (M2) für bis zu 18 Personen ebenso wie Kastenwagen mit Pkw- und Lkw-Zulassung sowie Pritschenwagen und Fahrgestelle. Viele Versionen stehen mit Einzel- oder Doppelkabine zur Wahl, hinzukommen drei unterschiedliche Dachhöhen und fünf verschiedene Fahrzeuglängen bis hin zu den extralangen Transit-Fahrgestellen mit verlängertem Rahmen und einer Fahrzeug-Gesamtlänge von bis zu 7,80 Metern. Zugleich ist der neue Ford Transit mit Front-, Heck-
und Allradantrieb erhältlich. Außerdem gibt es den Transit als Basisfahrzeug (Fahrgestell) für fast alle Einsatzzwecke: vom Kipper, über das Kühlfahrzeug bis zum Wohnmobil.

1976 die erste Million, 2015 die neunte Million?

Der Transit hatte von Beginn an Erfolg. So katapultierte er sich in Großbritannien auf Anhieb auf Platz 1 der Transporter-Zulassungsstatistik. Diese Position hält er dort seitdem ununterbrochen.
Für die ersten 100.000 Transit-Exemplare benötigte Ford noch drei Jahre, dann ging es rasant vorwärts: Die erste Million war nach elf Jahren am 15. September 1976 erreicht. Die jeweils nächste Millionen-Schwelle wurde in den Jahren 1985, 1994, 2000, 2005, 2010 und 2013 überschritten. Ford geht davon aus, dass die nächste Marke von neun Millionen noch in diesem Jahr erreicht werden wird.

Viele Innovationen in Bezug auf die Nutzbarkeit, die Leistung, die Sicherheit und den Komfort kamen im Transit erstmals auf den Markt - so zum Beispiel seitliche Schiebetüren, Radialreifen und Halogenscheinwerfer, Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, Sicherheitsschlösser und das serienmäßige Antiblockiersystem ABS. Die aktuelle Transit-Generation gibt es mit adaptive Geschwindigkeitsregelung oder Fahrspur-Assistent.

Die aktuelle, komplett neu entwickelte Transit-Generation basiert auf einer für den weltweiten Einsatz konzipierten Architektur und deckt den Nutzlastbereich bis zu zwei Tonnen ab. Im Sinne der "ONE Ford"-Produktstrategie ist sie weltweit verfügbar - in 118 Märkten auf sechs Kontinenten, darunter neben Europa und anderen Schlüsselmärkten erstmals auch in Nordamerika. Dort löste der neue Transit die „E-Serie” ab.
Die für Europa vorgesehenen Modelle rollen im türkischen Ford-Werk Kocaeli vom Band. Die USA-Modelle werden parallel zur F-150-Baureihe im Ford-Werk in Kansas City produziert.

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