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Streetscooter Deutsche Post stoppt die Produktion

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Mit großen Ambitionen trat die Deutsche Post mit dem Screetscooters als eigener Autohersteller an. Wirtschaftlich hat sich die Eigenmarke jedoch nie etabliert, weshalb der Konzern nun drastische Konsequenzen zieht.

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Die Streetscooter-Produktion läuft auf Hochtouren, die Zahl lieferbarer Varianten wächst.
Die Streetscooter-Produktion läuft auf Hochtouren, die Zahl lieferbarer Varianten wächst.
(Bild: Streetscooter)

Die Deutsche Post setzt künftig nicht mehr auf die elektrisch angetriebenen Transporter von Streetscooter. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) Ende Februar meldete, soll die Produktion der Fahrzeuge noch im Laufe des Jahres 2020 eingestellt werden. Zudem soll es keine Neubestellungen mehr geben. Bereits bestellte Fahrzeuge werden der Post zufolge noch bis 2021 ausgeliefert. Dies betreffe jedoch vor allem Transporter für den eigenen Bestand. Der Streetscooter soll damit zu einer reinen Bestandsflotte werden.

Als Grund für den Produktionsstopp nennt laut dpa der Konzern Verluste in Höhe von rund 100 Millionen Euro, die man mit dem Screetscooter 2019 gemacht habe. Bereits seit längerem hatte die Post versucht, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Laut dem Deutsche-Post-Chef Frank Appel habe der Konzern nie wirklich ein Autohersteller sein wollen. Trotzdem wolle man die eigene Flotte wie angekündigt weiterhin auf E-Antriebe umstellen. Für Kunden, die bereits Lieferverträge abgeschlossen haben, wolle man „Gespräche in Bezug auf die Vertragserfüllung“ führen, so Appel. Dazu gehören beispielsweise 40 Fahrzeuge, die Amazon bestellt hatte.

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