Deutscher Werkstattpreis Die Scheibenchecker

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Im Gegensatz zu manch anderer Werkstatt erwirtschaftet die Kfz-Manufaktur Luli’co aus Overath mit Autoglas gute Umsätze. Dafür tut der Betrieb viel. Speziell die Prozess- und Kundenorientierung haben die Jury des Deutschen Werkstattpreises 2020 überzeugt.

Geschäftsführer Vlorim Sekiraqa (li.) und sein Team der Kfz-Manufaktur Luli’co aus Overath.
Geschäftsführer Vlorim Sekiraqa (li.) und sein Team der Kfz-Manufaktur Luli’co aus Overath.
(Bild: Schreiner/»Fahrzeug+Karosserie«)

Frage, wie eine Kfz-Werkstatt für mehr Umsatz im Glasgeschäft sorgen kann, ist simpel: Sie muss die Scheiben bei jedem Fahrzeug, das in die Werkstatt kommt, kontrollieren. Die Kfz-Manufaktur Luli’co aus Overath macht das konsequent und schafft es so, rund 50 Scheiben zu tauschen oder zu reparieren – und zwar monatlich. Ein Wert, den andere Werkstätten mit Mühe und Not im Laufe eines ganzen Jahres schaffen.

Der Scheibencheck ist Teil eines Drei-Punkte-Sicherheitschecks, den die Werkstatt bei jedem Auto durchführt. Daneben werfen die Mechaniker auch stets einen Blick auf die Reifen und die HU-Plakette. Steinschläge, Risse oder Kratzer vermerkt der Mechaniker auf einem Spiegelanhänger, den er dem Kunden ins Auto hängt. Auch dass die Windschutzscheibe zu den Teilen gehört, die verschleißen, weiß man bei Luli’co und gibt diese Information an den Kunden weiter. „Uns bringt das kräftig Umsatz, und der Kunde weiß, dass wir sein Fahrzeug gründlich geprüft haben“, erklärt Betriebsinhaber Vlorim Sekiraqa. So entdecken die Mechaniker immer wieder verschlissene Scheibenwischer, die für zusätzliche Umsätze auf der einen und klare Sicht auf der anderen Seite sorgen.