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IFL Erforderliche Beilackierung

| Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die IFL e. V. informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Fahrzeugtechnik und Lackierung, beispielsweise zur Erforderlichkeit der Beilackierung in angrenzende Teile.

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Die fachgerechte Reparatur macht eine Beilackierung häufig unumgänglich.
Die fachgerechte Reparatur macht eine Beilackierung häufig unumgänglich.
(Bild: Wenz)

Ergänzend zur im Jahr 2016 veröffentlichten IFL-Technische Mitteilung 12/2016 „Angaben zu Teillackierungen in den Kalkulationssystemen Audatex und DAT“, stellt die IFL aktuell dem Stand der Technik entsprechende Informationen bereit.

Hintergrund: Immer wieder kommen Informationen zu Rechnungskürzungen und Vorgaben von Versicherern auf, nachdem sogenannte „Vertragspartner“ der Karosserie- und Lackierfachbetriebe, nicht fachgerechte Reparatur /Lackiermethoden anwenden wollen, mit dem Ziel, die Kosten der Unfallinstandsetzung zu senken. Dies geht zu Lasten der Reparatur /Lackierqualität, meldet IFL.

Stand der Technik

Die sich weiter durchsetzenden schwer reproduzierbaren Farbton- und Effekttrends, die derzeit bei allen Fahrzeugherstellern und Importeuren zu finden sind, machen es zunehmend erforderlich, an Schadenbereiche angrenzende Karosseriebauteile bzw. Flächen großflächig zwecks Farbtongleichheit (unsichtbare Reparaturlackierung) vollständig mit einer sogenannten Oberflächenlackierung zu beschichten. Teilweise ineinanderlaufende, unterschiedliche Strukturen und Lackoberflächen-Beschaffenheiten auch innerhalb von Bauteilen sowie verschiedene haptische Effekte, entweder unter- oder innerhalb des Basislackes oder Klarlackes aufgebracht, sind hierfür beispielhaft.

Problemstellung: Das sogenannte „Beilackieren im Teil“ ist keine fachgerechte und somit keine vollständige Reparatur/Lackierung in der Unfallschadenreparatur. Die Beilackierung im Teil stellt zwar eine lackiertechnische Möglichkeit dar, kostengünstig Reparaturen/Lackierungen durchzuführen, ist aber unter qualitativen Gesichtspunkten nicht fachgerecht und somit in der Unfallschadeninstandsetzung nicht anzuwenden.

Ausnahmen: Kostengünstige und zeitwertgerechte Reparatur von älteren Fahrzeugen im speziellen Auftrag von z. B. Privatkunden.

Die von verschiedenen Fahrzeugherstellern/Importeuren teilweise vorgegebenen Angaben zum Teillackieren im Rahmen einer kostengünstigen Kulanz- bzw. Garantieabwicklung, unterliegen den Garantiebedingungen der einzelnen Hersteller/Importeure und sind Bestandteil von Verträgen. Hier muss individuell unter dem Aspekt der Kundenzufriedenheit entschieden werden.

Lesen Sie hier, was die Fachverbände zu diesem Thema sagen und welche Infomations- bzw. Merblätter die Institutionen zur Beilackierung zusammengestellt haben.

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