Neuzulassungen Europäischer Nutzfahrzeugmarkt startet mit Minus ins Jahr

Autor: Andreas Wehner

Wie schon im Dezember war die Nutzfahrzeugnachfrage in Europa auch im Januar rückläufig. Das Minus erstreckte sich über alle wichtigen Märkte – mit einer Ausnahme.

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Im Januar ging die Nutzfahrzeugnachfrage europaweit zurück.
Im Januar ging die Nutzfahrzeugnachfrage europaweit zurück.
(Bild: MAN)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist im Januar geschrumpft. 174.000 Neuzulassungen in den Staaten der EU, der Efta und in Großbritannien bedeuteten zum Jahresstart ein Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat von 6,5 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch mitteilte.

Mit Ausnahme von Frankreich, wo die Zahl der neu registrierten Lkw, Transporter und Busse um 5,7 Prozent nach oben ging, waren die Zahlen in allen großen europäischen Märkten rückläufig. In Spanien sanken die Nutzfahrzeug-Neuzulassungen besonders stark. Das Minus gegenüber dem Januar 2020 betrug 29,7 Prozent. Mit minus 17,1 Prozent entwickelte sich auch der deutsche Markt deutlich negativ. In Italien ging die Nachfrage um 6,7 Prozent zurück, in Großbritannien um 1,6 Prozent.

Das Minus im Januar erstreckte sich über alle Marktsegmente. So sanken die Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge (bis 3,5 Tonnen) um 5,7 Prozent auf 145.000 Einheiten. Für die mittelschweren Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen wies Acea ein Minus von 7,7 Prozent aus (26.000 Einheiten). In der schweren Klasse ab 16 Tonnen gingen die Verkäufe um 5,0 Prozent auf 22.000 Einheiten zurück. Zudem wurden knapp 2.800 Busse neu registriert. Das entsprach einem Rückgang von 28,5 Prozent im Vergleich zum Januar 2020.

Im vergangenen Jahr war der europäische Nutzfahrzeugmarkt aufgrund der Corona-Krise eingebrochen, die Neuzulassungen gingen um fast 20 Prozent zurück. Nach einem schwachen ersten Halbjahr hatte sich in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung abgezeichnet. Allerdings gingen die Neuzulassungen im Dezember wieder zurück.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«