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Kärcher Gefährliche Stäube absaugen

Redakteur: Marion Fuchs

Die Sicherheitssauger des Winnendener Reinigungsgeräteherstellers schützen Anwender vor gesundheitlichen Belastungen, indem sie helfen die Arbeitsumgebung weitgehend staubfrei zu halten.

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Der NT 30/1 Tact Te H von Kärcher ist mit einem einstufigen, abreinigbaren H-Filter aus PTFE-Material ausgestattet.
Der NT 30/1 Tact Te H von Kärcher ist mit einem einstufigen, abreinigbaren H-Filter aus PTFE-Material ausgestattet.
(Bild: Kärcher)

In der Werkstatt oder bei Produktionsprozessen in der Industrie gibt es viele Tätigkeiten, bei denen große Mengen Staub entstehen. Um die Anforderungen des Arbeitsschutzes zu erfüllen hat Kärcher verschiedene Sicherheitssauger im Portfolio.

Selbst vermeintlich harmlose Stäube können die Gesundheit beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen, wenn die Staub-Konzentration in der Luft sehr hoch ist. Besonders problematisch sind Stäube, die auch Stoffe wie Pollen, Quarz, Schimmel, Viren oder gar Asbest enthalten.

Einteilung von Staub- und Sicherheitssaugern

Sicherheitssauger sind nach Firmenangaben so konstruiert, dass mit ihnen eine zuverlässige Aufnahme und Entsorgung solcher Partikel möglich ist. Die Gefahrstoffverordnung gibt ein Bemessungskonzept für die Staubbelastung vor. Es orientiert sich am Arbeitsplatz-Grenzwert (AGW-Wert). Dieser bestimmt die Konzentration von Staub in mg/m³ Raumluft, die nicht überschritten werden darf. Je höher das Gefährdungspotential eines Stoffes für die Gesundheit ist, umso geringer muss die Konzentration in der Raumluft ausfallen und entsprechend größer sind die Anforderungen an die zum Einsatz kommenden Sauger. Diese sind in den Kategorien L, M und H eingestuft – mit Unterschieden in der

Filterleistung und Durchlassgrad

Modelle der Klasse L eignen sich zum Absaugen von Stäuben ohne gesundheitsgefährdende Eigenschaften. Die Anforderungen an die Filterleistung sind vergleichsweise gering und es gibt keine besonderen Bestimmungen für die Entsorgung. Geräte der Staubklasse M und H halten auch feine Stäube zurück, die in die Atemwege gelangen können. H- oder M-Sauger werden auch als Sicherheitssauger bezeichnet. Hier gelten besondere Anforderungen an die Konstruktion. So muss der Luftstrom überwacht werden, um vor Verstopfungen zu warnen. Außerdem sind besondere Vorkehrungen für die staubfreie Entnahme und Entsorgung zu treffen. Im Falle einer Asbest-Sanierung müssen H-Sauger verwendet werden.

Entwicklungen in der Filtertechnik

Die feinen Staubpartikel aufzufangen und zu verhindern, dass diese wieder zurück in die Umgebungsluft gelangen können, ist die Aufgabe des Filters. Bei großen Staubmengen besteht die Gefahr, dass dieser sich zusetzt und die Saugleistung deutlich nachlässt. Einige Sicherheitssauger, beispielsweise die aktuellen Tact M und H-Modelle von Kärcher, sind deshalb mit Systemen zur Filterabreinigung ausgerüstet. Kärcher nutzt auch bei Sicherheitssaugern das weiterentwickelte Tact-System. Dabei wird der Filter automatisch mittels schlagartiger Umkehr des Luftstromes mit Frischluft von außen abgereinigt. Auch dabei kommt es auf Dichtheit an: Je dichter das System, umso größer ist der Unterdruck, der aufgebaut werden kann und umso wirkungsvoller erfolgt die Abreinigung des Filters beim schlagartigen Öffnen des Ventils.

Vorteil Flachfaltenfilter

Mit Flachfaltenfiltern ist es möglich, eine relativ große Filterfläche auf sehr kleinem Raum unterzubringen. Besonders anwenderfreundlich ist es, wenn der Flachfaltenfilter selbst in einem eigenen Gehäuse untergebracht ist. Der Wechsel ist damit ohne direkten Schmutzkontakt möglich. Das vereinfacht die Entnahme und Säuberung oder Entsorgung.

Flachfaltenfilter sind bei großer Filterfläche sehr kompakt gebaut. Der Wechsel kann ohne direkten Schmutzkontakt erfolgen.
Flachfaltenfilter sind bei großer Filterfläche sehr kompakt gebaut. Der Wechsel kann ohne direkten Schmutzkontakt erfolgen.
(Bild: Kärcher)

Flachfaltenfilter bestehen zumeist aus nanobeschichtetem Papier oder aus Kunststoffen wie PES (Polyestersulfone). Die Nanobeschichtung verhindert, dass Staubpartikel an der Filteroberfläche anhaften und die Wirkung beeinträchtigen. Im Unterschied zu Papierfiltern sind solche aus PES robuster und vor allem beständig gegenüber feuchtem Schmutz und Flüssigkeiten. Allerdings sind weder Papier- noch PES-Filter geeignet für die Verwendung in H-Klasse-Saugern. Hier kommen bisher Filter zum Einsatz, die aus Glasfasermaterialien bestehen. Dabei handelt es sich jedoch um ein mechanisch sehr empfindliches Material, das nicht abwaschbar ist.

Neue Filtermaterialien

Bei neuen Sicherheitssaugern der H-Klasse werden H-Filter aus PTFE-Material verwendet. Das Kunststoffgewebe kombiniert die positiven Eigenschaften von Glasfaser und PTFE. Der Filter ist waschbar und lässt sich mit auch mit Luftstößen abreinigen. Damit wird diese ebenso wirkungsvolle wie einfach zu handhabende Filterabreinigung auch Anwendern erschlossen, die hochgefährliche Stäube – etwa bei der Asbestsanierung – aufsaugen müssen.

Mit dem neuen Filtermaterial PTFE wird die Entsorgung einfacher. Bisher war in der H-Klasse die Verwendung eines Sicherheits-Filtersets zur staubfreien Entsorgung vorgeschrieben, das in der Anwendung vergleichsweise aufwändig ist. Beim abreinigbaren PTFE-Filter ist in den meisten Fällen ein speziell dafür zugelassener, staubdichter PE-Entsorgungssack ausreichend, der deutlich einfacher zu handhaben ist.

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