Caravan-Schadengutachten „Das Schadenniveau ist auch weiterhin recht hoch“

Von Christian Otto 5 min Lesedauer

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Die Begutachtung von Schäden an Wohnfahrzeugen ist ein spezielles Feld. Dekra-Experte Alexander Ochs erklärt die Unterschiede zur Arbeit am Pkw, die Herausforderungen bei der Datenlage und wirbt für I statt E.

Schadengutachten an Wohnmobilen setzen besondere Kenntnisse voraus.(Bild:  Otto - VCG)
Schadengutachten an Wohnmobilen setzen besondere Kenntnisse voraus.
(Bild: Otto - VCG)

Die Zahl der zugelassenen Freizeitfahrzeuge ist seit Corona auf einem Allzeithoch. Bemerkt man das bei Dekra auch bei den Zahlen zum Unfallaufkommen beziehungsweise auch bei der Nachfrage bei Schadengutachten?

Alexander Ochs: Definitiv. Mit Corona stiegen die Zulassungszahlen, und bei uns waren die Zahlen auch deutlich höher. Es kam eine andere Kundenklientel hinzu als die früheren klassischen „Camper“. Einige dieser neuen Nutzer brachten eine andere Fahrweise mit als die, die es für Wohnmobile braucht. Sie waren mit diesen Fahrzeugen nicht angepasst unterwegs. Wohnfahrzeuge haben andere Abmessungen und reagieren anders, als man es aus dem Pkw-Bereich gewohnt ist. Zu Beginn des Wohnmobil-Hypes war das wirklich stark zu spüren. Da gab es leider Fälle, wo Kunden mit einem Neufahrzeug nach 200 bis 300 Kilometern durch eine Windbö in den Graben gedrückt wurden und dann einen großen Schaden am Fahrzeug hatten. Das Schadenniveau ist auch weiterhin recht hoch, auch durch die Wetterphänomene aktuell. Aber es ist auch klar, dass bei einer größeren Zahl von Fahrzeugen auch mehr Unfälle verursacht werden.