Diagnose Macht hoch die Tür, die Tor ...

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Weit offene Tore zu Daten und Service-/Reparaturfunktionen moderner Automobile – schön wär’s! Stattdessen sorgen Security Gateway und Co. vermehrt für verschlossene Diagnosezugänge. Ein Grund für freie Betriebe, zu verzagen? Nein!

Immer häufiger sperren Fahrzeughersteller den freien Zugang zur OBD. Multimarkengeräte rüsten auf.
Immer häufiger sperren Fahrzeughersteller den freien Zugang zur OBD. Multimarkengeräte rüsten auf.
(Bild: VCG)

Nein, es ist nicht schon bald wieder Weihnachten, wie es eine deutsche Fußballikone gerne werbetechnisch formulierte. Und Geschenke gibt es deshalb schon gleich zweimal nicht – zumindest keine schönen. Denn die, welche die Autoindustrie für freie Werkstätten und zahlreiche andere, sogenannte „unabhängige Marktteilnehmer“ seit einiger Zeit auf Lager hat, tragen Namen wie „Security Gateway – SGW“ (FCA), „Schutz der Fahrzeugdiagnose – SFD“ (VW) oder „Seed-&-Key-Verfahren“ (Mercedes-Benz).

Und die sind auf den ersten Blick erst einmal „bäh“: Schließlich bedeuten sie allesamt, dass (freie) Betriebe mit klassischen Multimarken-Diagnosetestern bei ausgesuchten oder auch sämtlichen Modellen einer Marke plötzlich vor einem elektronisch verschlossenen Tor stehen und nicht weiterkommen. So etwa bei Fiat- Chrysler seit gut zwei Jahren und beim Golf 8. Fehlerspeicher lesen/löschen, Serviceanzeige zurückstellen und so weiter: Fehlanzeige!