Automechanika 2018

Nutzfahrzeugkompetenz ausgebaut

| Redakteur: Konrad Wenz

Zur Jubiläumsveranstaltung zeigt die Automechnika eine deutlich erhöhte Truck-Kompetenz.
Zur Jubiläumsveranstaltung zeigt die Automechnika eine deutlich erhöhte Truck-Kompetenz. (Bild: Jens Liebchen / Messe Frankfurt Exhibition GmbH 2016)

Rund 1.000 Unternehmen zeigen zur 25. Automechanika Frankfurt Produkte und Lösungen für Nutzfahrzeuge. In bewährter Form kennzeichnet das Piktogramm „Truck Competence“ die Stände, auf denen Nutzfahrzeug-Profis fündig werden. Doch damit nicht genug:

Die Automechanika Frankfurt reagiert auf die wachsende Bedeutung der Nutzfahrzeuge für Werkstätten und den Ersatzteilhandel, indem sie das Rahmenprogramm erweitert. Besucher erwarten ein neues Truck Competence Symposium zu Trends im Nutzfahrzeugmarkt sowie ein Weiterbildungs-Workshop zum Thema Radar- und kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme in der Werkstattpraxis. „Nachrüstungslösungen für Nutzfahrzeuge sind weiter auf dem Vormarsch“, sagt Olaf Mußhoff, Director der Automechanika Frankfurt. „Wir investieren in unser Portfolio, um den professionellen Nutzfahrzeugmarkt zu stärken.“

Symposium: Trends im Nutzfahrzeug-Service

Immer mehr digitale Technologien sowie intelligente und vernetzte Systeme kommen in Nutzfahrzeugen und im Nutzfahrzeugservice zur Anwendung. Dieser Trend spiegelt sich auch in den Produkten und Neuheiten der Aussteller mit Truck Competence auf der diesjährigen Automechanika wider, beispielsweise bei Smartphone- und Tablet-Apps für Trainings und Anleitungen im Service und der Reparatur oder für die Online-Ersatzteilbestellung. Apps werden schon in naher Zukunft den Fahrzeugschlüssel ersetzen und als universelle Fernbedienung für diverse Trailerfunktionen oder Fahrzeug-Aufbauten, wie Ladekran oder Abrollkipper, dienen. Bei zahlreichen Ausstellern wie Bosch, BPW, Knorr-Bremse oder ZF können Besucher der Automechanika 2018 bereits heute entsprechende Lösungen kennenlernen.

Elektrischer Antrieb zum Nachrüsten

Ein Megatrend – nicht nur bei Pkw, sondern immer mehr auch bei Transportern, Lkw und Bussen – sind elektrische Antriebe. Für Nutzfahrzeuge ist die Elektrifizierung vor allem für urbane Einsätze interessant, sorgen stromgespeiste Fahrzeuge doch nicht nur für lokal emissionsfreien Transport. Auch die Reduzierung des Fahrgeräuschs und die Entlastung der Anwohner insbesondere in den Nachtstunden spielen hier eine bedeutende Rolle. Mit der Umrüstung von Transportern und leichten Lkw von konventioneller Dieselantriebstechnik auf Elektroantrieb könnten sich entsprechend qualifizierte Werkstätten künftig durchaus neue lukrative Geschäftsfelder erschließen. Achshersteller BPW schafft mit einer neuen elektrischen Antriebsachse hierfür eine der Voraussetzungen. BPW hat die neue Achse speziell für die Nachrüstung von bestehenden Verteilerfahrzeugen bis 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht entwickelt. Der Antrieb besteht aus einer Motorgetriebeeinheit und einer Lithium-Ionenbatterie mit einer Kapazität von 40-80 kWh, was laut BPW Reichweiten von bis zu 100 Kilometer ermöglicht.

Truck Competence Weiterbildungs-Workshop

Einen täglichen Höhepunkt im vielfältigen Messeprogramm der Automechanika bildet der Truck Competence Weiterbildungs-Workshop „Radar- und kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme in der Werkstattpraxis“, der an jedem Messetag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr im eigens errichteten Werkstattzelt auf dem Freigelände F11 stattfindet. Veranstaltungspartner ist die Fachzeitschrift KrafthandTRUCK, die mit Kfz-Technikermeister Hendrik Harenbrock einen erfahrenen Nutzfahrzeug-Spezialisten und kompetenten Ausbilder des Handwerkskammer Bildungszentrums Münster, Kompetenzzentrum Fahrzeugwesen, für diese Workshops gewinnen konnte.

„Ab November 2018 sind Notbrems- und Spurhalteassistenten in allen Lkw gesetzlich verpflichtend“, erläutert Harenbrock. „Fahrzeuge müssen dann selbst nach einfachen Reparaturen neu eingestellt, justiert und kalibriert werden – dabei verwendet jeder Hersteller andere Verfahren. In unserem Workshop bereiten wir Nfz-Profis auf diese Herausforderungen vor.“ Der Theorie schließt sich ein ausgiebiger Praxisteil an, in dem die Teilnehmer das Kalibrieren und Justieren der Sensoren und Kameras an einem Fahrzeug praxisnah erlernen können. Der Workshop richtet sich an Nfz-Mechaniker, Nfz-Elektriker und Nfz-Mechatroniker sowie Serviceberater, Sachverständige und Berufsschullehrer.

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