Haftpflichtschäden Prüfberichte: Schade um’s Papier

Im November führte »Fahrzeug+Karosserie« das Onlineforum Werkstattrecht bereits zum dritten Mal durch. Es ging um Haftpflichtschäden in der Werkstatt, die Relevanz von Prüfberichten und das leidige Thema Rechnungskürzung.

Der Gutachter entscheidet – repariert eine Werkstatt gemäß Gutachten, sind Prüfberichte irrelevant.
Der Gutachter entscheidet – repariert eine Werkstatt gemäß Gutachten, sind Prüfberichte irrelevant.
(Bild: Wenz)

Nach wie vor ist die Rechnungskürzungspraxis der Versicherungen ein großes Ärgernis in der Unfallinstandsetzungsbranche. Die Assekuranzen bedienen sich dafür sogenannter Prüfinstitute. Diese kürzen die Rechnungen nach Kriterien, die die Versicherungen festgelegt haben. Beispiele für diese Praxis präsentierte Verkehrsfachanwalt Henning Hamann, Geschäftsführer der Rechtsanwaltskanzlei Voigt GmbH, auf dem Onlineforum Werkstattrecht.

Prüfberichte sind von den Prüfdienstleistern erstellte Dokumente, in denen immer wieder behauptet wird, dass von Werkstätten in den Rechnungen aufgeführte Positionen nicht erstattungspflichtig seien. Hamann zeigte anhand von Beispielen, welche Positionen in der Regel gestrichen werden. Dabei machte er auf einen Vermerk der Firma Control Expert in einem Prüfungsbericht aufmerksam: Demnach erhalten Versicherungen und Werkstätten unterschiedliche Prüfberichte, die auf die jeweiligen Anforderungen angepasst sind. Das verwundere, denn eigentlich könne es ja einen Prüfbericht nur einmal geben.

Über den Autor

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«