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AvD Rundes Jubiläum

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Automobilclub von Deutschland vertritt seit 1899 die Interessen der Autofahrer. Mit Pannenhilfe, weltweitem Auto- und Reiseschutz, Fahrertrainings und Events unterstützt er die Mobilität und Verkehrssicherheit.

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(Bild: AvD)

Vor 120 Jahren, am 31. Juli 1899, greifen fortschrittliche Kreise rund um Victor Herzog von Ratibor die automobile Begeisterung in Deutschland auf und gründen in Berlin den Deutschen Automobil-Club (DAC). Der Club erkennt im neuen Jahrhundert den Handlungsbedarf in der Heimat und schreibt die „Pflege des Automobilsports“ als Vereinszweck in seiner Satzung fest. Bereits im Jahr 1900 veranstaltet er das erste Bahnrennen nahe Frankfurt am Main. 1904 beteiligt sich der DAC nicht nur an der Ausrichtung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), sondern fungiert auch als Veranstalter, des erstmals auf deutschem Boden ausgetragenen Gordon-Bennet-Rennens, das als „Nationenpreis“ über hunderttausend Zuschauer aus dem In- und Ausland sowie die internationale Presse begeistert. Im Anschluss an das Rennen kommen auf Initiative des DAC am 20. Juni die Vertreter der anwesenden internationalen Automobil-Clubs zusammen. Auf Anregung des DAC Präsidenten, Herzog von Ratibor, wird die Gründung der Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) beschlossen, die als weltumfassende Organisation die Förderung des Automobilsports und des neuen Verkehrsmittels Auto zum Ziel hat. Aus der AIACR wird im Jahr 1946 der Automobilweltverband FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) hervorgehen

Der AvD Deutschland vertritt somit seit 1899 die Interessen der Autofahrer. Er ist Gründungsmitglied des Automobilweltverbandes FIA und betreut heute rund 1,4 Millionen Mitglieder.
Der AvD Deutschland vertritt somit seit 1899 die Interessen der Autofahrer. Er ist Gründungsmitglied des Automobilweltverbandes FIA und betreut heute rund 1,4 Millionen Mitglieder.
(Bild: AvD)

Vom vielschichtigen Engagement zeigt sich nun auch der zunächst skeptische Kaiser Wilhelm II. angetan und übernimmt 1904 die ihm angetragene Schirmherrschaft über den DAC. Der darf sich fortan Kaiserlicher Automobil-Club (K.A.C.) nennen und bezieht das Palais Bleichröder im Herzen Berlins.

K.A.C. erfindet Kfz-Versicherung

Um die steigende Zahl der Autofahrer gegen die Risiken des in den Großstädten immer dichteren Straßenverkehrs abzusichern, gründet der K.A.C. 1918 zusammen mit der Allianz die Versicherung „Kraft“ als erste Kfz-Versicherung Deutschlands. Wenige Wochen später endet nicht nur der Krieg, sondern mit der Abdankung Wilhelms II. auch die Monarchie in Deutschland. Der K.A.C. benennt sich in Automobilclub von Deutschland um.

Im Jahr 1921 wird am südwestlichen Rande Berlins die AVUS (Automobil- Versuchs- und Übungsstraße) eröffnet, deren Bau durch den AvD gefördert worden war. Die Rennen entwickeln sich rasch zum Publikumsmagneten. Die AVUS ist auch Austragungsort des ersten Großen Preis von Deutschland, den der AvD 1926 veranstaltet. Im darauf folgenden Jahr verlegt der AvD den Großen Preis von Deutschland auf den Nürburgring, wo das Rennen bis 1976 ausgetragen wird.

In den Großstädten herrschen währenddessen teils chaotische Verkehrsverhältnisse. Das liegt nicht nur an der steigenden Zahl der Verkehrsteilnehmer, sondern auch an deren Unkenntnis der Verkehrsregeln. Damit professionelle Kraftwagenfahrer einen Beleg für ihr Wissen und ihre Zuverlässigkeit vorweisen können, stellt der AvD ihnen eine „Bestallungsurkunde“ aus und lanciert damit den Vorläufer des heutigen „Führerscheins“.

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