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Kfz-Sachverständigen Forum Sachverstand versus KI

| Autor/ Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Kann künstliche Intelligenz (KI) künftig den Sachverständigen ersetzen? Das ist eine von vielen Fragen rund um diese Thematik, die in letzter Zeit immer wieder aufpoppt. Antworten verspricht das Kfz-Sachverständigen Forum im Februar 2020 in Würzburg.

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(Bild: Stefan Bausewein)

Bereits zum vierten Mal veranstaltet »Kfz-Schadenmanager« gemeinsam mit Autorechtaktuell.de das Kfz-Sachverständigen Forum. Am 4. Februar trifft sich die Branche im Vogel Convention Center in Würzburg. Das von der GTÜ und der DAT unterstützte Forum ist eine unabhängige Plattform für Kfz-Sachverständige und Rechtsanwälte, um sich zu aktuellen Themen weiterzubilden. Abgerundet wird es von einer Branchenausstellung.

Im Fokus steht 2020 das Thema „Gutachten vs. Prüfberichte – Telegutachten und Prüfberichte statt höchstpersönlicher Inaugenscheinnahme eines Unfallfahrzeugs“. Das Thema ist brisanter als je zuvor. Erst im November sagte Nicolas Witte, Geschäftsführer Control Expert, auf dem MCC-Kongress „Innovatives Schadenmanagement“, dass man den Sachverständigen abschaffen werde. Er sprach von künstlicher Intelligenz (KI), die ein Unternehmen wie Control Expert in die Lage versetzt, quasi vollautomatisch eine Kalkulation anhand von Fotos zu erstellen. Witte behauptete, dass die Ergebnisse seiner automatischen Kalkulation der Kalkulation eines Sachverständigen nicht nur entspräche, sondern sogar genauer sei. Allerdings sieht Witte derzeit noch Defizite bei schweren Schäden.

Regulierungskompetenz der Versicherungen

Dennoch, der Startschuss ist gesetzt – der Beruf des Sachverständigen scheint ernsthaft gefährdet, zumindest was die Unfallschadenkalkulation angeht. Grund genug für das Kfz-Sachverständigen Forum., diese Thematik genauer zu beleuchten. Hierfür haben Autorechtaktuell und die Redaktion »Kfz-Schadenmanager« ein interessantes und spannendes Programm mit hochkarätigen Referenten zusammengestellt. Beispielsweise wird der Frage nachgegangen, wie es um die Regulierungskompetenz der Versicherungen bestellt ist und ob Dienstleister wie Control Expert diese Funktion übernehmen können – denn nach wie vor werden durch hauptsächlich elektronische Prüfberichte systematisch berechtigte Schadenpositionen aus Gutachten und Rechnungen gekürzt.

Timo Bons, Geschäftsführer BVSK IT GmbH, stellt zudem den Prüfbericht Pro 100 vor. Hiermit soll es ganz einfach möglich sein, Prüfdienstleister wie Control Expert mit ihren eigenen Waffen zu schlagen – durch die elektronische Überprüfung des elektronischen Prüfberichts. Darüber hinaus geht Bons darauf ein, wie weit die Aufklärungspflicht des Sachverständigen bei der Nutzung fehlerhafter Kalkulationsdaten geht. Hierzu lassen sich zahlreiche Beispiele unter der Berücksichtigung unzutreffender Kalkulationsdaten bilden. Zudem wird der IT-Experte auf die Unterschiede in den Kalkulationssystemen Audatex und DAT eingehen sowie aufzeigen, wie sich Zusatzpositionen aus der sogenannten IFL-Liste bzw. die AZT-Instandsetzungsformel in ein Gutachten einbinden lassen.

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